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Freitag, 03.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Heimatpfleger: Gegenwind für Hilbich

Die Verlängerung des Heimatpflegeramtes von Eberhard Hilbich ist ein Politikum geworden. In der kommenden Stadtratssitzung am 29. Juli steht die Vertragsverlängerung mit Hilbich auf der Agenda. Die Opposition ist allem Anschein nach geschlossen dagegen.

Denkmalpflegerisch umstrittenes Vorgehen bei der historischen Immobilie am Gallusberg

Denkmalpflegerisch umstrittenes Vorgehen bei der historischen Immobilie am Gallusberg


Bereits zweimal bat die SPD im Bauausschuss die Personalie Hilbich von der Tagesordnung zu nehmen. Im Kulturausschuss stimmte man der Verlängerung der Verträge mit Heimatpfleger Eberhard Hilbich und Martha Schad unlängst mit einer Gegenstimme noch zu, doch hinter den Kulissen begannen kurz nach dieser Sitzung außerhalb der Stadtregierung von CSU und Pro Augsburg fraktionsübergreifende Überlegungen, ob man mit Hilbich als Heimatpfleger noch weitermachen möchte. Hilbichs Vertrag mit der Stadt läuft noch bis Jahresende. Würde man mit Hilbich – wie vorgesehen – um weitere fünf Jahre verlängern, wäre der umstrittene Heimatpfleger, Vertragserfüllung vorausgesetzt, 15 Jahre im Amt.

„Dazu sehe ich keine Veranlassung“

Hilbich ist mit seinem unberechenbaren Hin und Her in der Sache Treppe am Fünffingerlesturm sowie durch das denkmalpflegerisch umstrittene Vorgehen von Jörg Hilbich – Sohn des Heimatpflegers – bei der Sanierung der historischen Immobile am Gallusberg in die Kritik geraten. Heimatpfleger Eberhard Hilbich unterstützte die Sanierung des romatischen Gebäudes zu Wohnzwecken seines Sohnes. Den Kompromiss-Vorschlag der SPD, Hilbichs Vertrag nicht auf fünf, sondern auf zweieinhalb Jahre zu verlängern, lehnt Eberhard Hilbich rigoros ab. „Dazu sehe ich keine Veranlassung“, so Hilbich gestern auf Anfrage zur DAZ.