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Sonntag, 13.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Erneut Besuch aus Japan: Diesmal kommt die Wirtschaft

Zwei Wochen nach dem Besuch einer japanischen Jugenddelegation kommt erneut eine Gruppe aus Japan nach Augsburg. Am 17. Sep­tem­ber empfängt die Stadt 13 Mit­glieder der Yamaoka Memorial Foundation, darunter Vertreter der japanischen Wirtschaft.

Von Bruno Stubenrauch

Auch der Japan-Garten steht auf dem Besuchsprogramm (Bild: DAZ)

Der eintägige Besuch steht im Zeichen des deutsch-japanischen Austauschs. Auf dem Programm stehen unter anderem das Ausbildungszentrum von Everllence, der Botanische Garten mit seinem Japan-Garten, der Rudolf-Diesel-Hain und eine Stadtbesichtigung. Empfangen wird die Delegation von Oberbürgermeister Dr. Florian Freund im Rokokosaal der Regierung von Schwaben.

Besuch bei Everllence und im Japan-Garten

Nach dem Empfang führt das Programm die Gäste zunächst in das Ausbildungszentrum von Everllence. Anschließend geht es in den Botanischen Garten. Dort sind ein gemeinsames Mittagessen und eine Führung durch den Japan-Garten vorgesehen.

Am Nachmittag besucht die Delegation den Rudolf-Diesel-Hain im Wittelsbacher Park. Eine geführte Stadtbesichtigung soll weitere Einblicke in die Geschichte und Gegenwart Augsburgs vermitteln. Den Abschluss des Tages bildet ein gemeinsames Abendessen bei Feinkost Kahn. Am Freitag, 18. Sep­tem­ber, reist die Gruppe weiter nach Leipzig.

Yamaoka und die Verbindung zu Augsburg

Die Yamaoka Memorial Foundation ist eng mit der Entstehung der Augsburger Städtepartnerschaften mit Japan verbunden. Namensgeber der Stiftung ist Magokichi Yamaoka. Er hatte in Deutschland studiert und sich für den hier entwickelten Dieselmotor interessiert. Später gründete er das japanische Maschinenbauunternehmen Yanmar, das heute weltweit rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Seine Verbundenheit mit Augsburg zeigte Yamaoka 1957 mit der Stiftung des Rudolf-Diesel-Hains. Zwei Jahre später wurden auf seine Initiative die Städtepartnerschaften mit Nagahama und Amagasaki begründet. Beide japanischen Städte waren beziehungsweise sind Standorte des Unternehmens Yanmar.

Augsburg war damit die erste deutsche Stadt mit einer japanischen Partnerstadt und ist bis heute die einzige deutsche Kommune mit zwei japanischen Partnerstädten.

Von der Jugend zur Wirtschaft

Die Yamaoka Memorial Foundation unterstützt auch den Jugendaustausch zwischen Augsburg und seinen japanischen Partnerstädten. Anfang September waren 13 junge Erwachsene aus Amagasaki und Nagahama sowie fünf Begleitpersonen eine Woche lang in Augsburg zu Gast (DAZ berichtete).

Die aktuelle Reisegruppe ist anders zusammengesetzt: Sie besteht überwiegend aus Fördermitgliedern der Stiftung, darunter Vorsitzende, Geschäftsführer und weitere Führungspersönlichkeiten aus der japanischen Wirtschaft.