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Sonntag, 13.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Hallstraße wird zur Fahrradstraße

Die Hallstraße soll zwischen den beiden angrenzenden Schulen verkehrsberuhigt werden. Der Bau-, Hochbau- und Tiefbauausschuss soll am Donnerstag, 17. September, die dafür notwendige straßenrechtliche Abstufung eines Teilstücks beschließen.

Von Bruno Stubenrauch

Lageplan der Hallstraße: Die gelbe Fläche soll als Fahrradstraße ausgewiesen werden (Quelle: Stadt Augsburg, Anlage 1 zur öffentlichen Beschlussvorlage BSV/26/00229-1)

Die Hallstraße soll künftig weniger Kfz-Durchgangsverkehr haben. Der betreffende Abschnitt soll als Fahrradstraße ausgewiesen und damit vor allem dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten werden. Dafür muss die bisherige Widmung als Ortsstraße geändert werden.

Ziel: Weniger Kfz-Durchgangsverkehr

Grundlage ist ein Grundsatzbeschluss des Bauausschusses vom 23. Juli 2026 zur Verkehrsberuhigung in der Hallstraße. Der betroffene Abschnitt liegt im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplans Nr. 470 „Beiderseits der Maximilianstraße“ und ist dort bereits als Verkehrsfläche mit der besonderen Zweckbestimmung „verkehrsberuhigter Bereich“ festgesetzt.

Ziel des Bebauungsplans ist unter anderem, die Nutzung der angrenzenden Gebäude zu steuern und Konflikte zwischen Gastronomie und Wohnen zu reduzieren. Die verkehrlichen Festsetzungen sollen den Kfz-Durchgangsverkehr verringern. Nach Angaben der Stadt entspricht die geplante Fahrradstraße diesen Zielen.

Die ursprüngliche Planung als verkehrsberuhigter Bereich konnte mit den beiden anliegenden Schulen nicht übereinstimmend umgesetzt werden. Das Stadtplanungsamt bewertet die Fahrradstraße deshalb als möglichen Lösungsansatz für die angestrebte Verkehrsberuhigung.

Polizei sieht bisher keine besondere Gefahrenlage

Die beteiligten Fachstellen haben gegen die geplante Umstufung keine grundsätzlichen Einwände. Nach Angaben der Polizei ist die Hallstraße weder Unfallschwerpunkt noch Unfallgefahrenpunkt. Seit 2023 seien im Bereich der Schulen keine entsprechenden Verkehrsunfälle bekannt geworden.

Die Polizei weist allerdings auf eine mögliche Folge der Verkehrsverlagerung hin. An der Einmündung von Konrad-Adenauer-Allee und Katharinengasse queren Radfahrer, die in nördliche Richtung unterwegs sind, regelmäßig die eigentlich bevorrechtigten Verkehrsteilnehmer aus der Katharinengasse. Durch möglichen Ausweichverkehr könnte sich diese Situation verschärfen.

Die Stadt will die Entwicklung beobachten und nach eigenen Angaben geeignete Maßnahmen ergreifen, falls sich konkrete Anhaltspunkte für eine Gefährdung ergeben.

Vorschlag: Absperrpfosten sollen Durchfahrt verhindern

Für einen wirksamen Vollzug der neuen Verkehrsregelung empfiehlt das Ordnungsamt ergänzend zur Beschilderung bauliche Maßnahmen. Insbesondere entfernbare Absperrpfosten sollen verhindern, dass die Hallstraße weiterhin unzulässig mit Kraftfahrzeugen befahren wird. Die Verwaltung will diesen Vorschlag bei der weiteren Umsetzung berücksichtigen.

Für die Umsetzung der Verkehrsberuhigung sowie notwendige Anpassungs- und Umbaumaßnahmen hatte der Bauausschuss im Juli Haushaltsmittel von 10.000 Euro vorgesehen. Die jetzt zur Entscheidung stehende straßenrechtliche Abstufung selbst verursacht laut Beschlussvorlage keine unmittelbaren Kosten.