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Samstag, 29.08.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Japanische Jugend­delegation zu Gast in Augsburg

Vom 30. August bis 6. September 2026 empfängt Augsburg eine Jugend­dele­gation aus den japani­schen Partner­städten Amagasaki und Nagahama. 13 junge Erwach­sene im Alter von 18 bis 25 Jahren sowie fünf Begleit­per­sonen wohnen bei Gast­familien im Raum Augsburg – und erleben so den Alltag in der Stadt hautnah.

Von Bruno Stubenrauch

Bild: Monica Smekal / Gemini

Ein vielfältiges Programm erwartet die Gäste: Besich­ti­gungen des Japan­gartens im Botani­schen Garten, Führungen durch die Fuggerei, die Stadt­bücherei und die Augs­burger Puppen­kiste stehen ebenso auf dem Plan wie ein gemein­samer Kochabend mit der Deutsch-Japani­schen Gesell­schaft. Auch Ausflüge nach Füssen (Baum­wipfel­pfad, Schloss Neu­schwan­stein, Wies­kirche) sowie zur KZ-Gedenk­stätte Dachau, zum BMW Museum und zur Münchner Residenz sind vorgesehen.

Höhepunkte sind der offizi­elle Empfang durch die Stadt Augsburg am Dienstag, 1. Sep­tember, im Rokoko­saal der Regierung von Schwaben sowie der Abschluss­abend am Freitag, 4. Sep­tember, im Kolping­haus. Der Austausch wird von der Yamaoka Memorial Foun­dation unter­stützt und soll im kommen­den Jahr mit einer Dele­ga­tion aus Augsburg in Japan fort­gesetzt werden.

Jugendaustausch mit langjähriger Tradition

Der Jugendaustausch mit Amagasaki und Nagahama, der bereits seit den 1970er-Jahren besteht, unterstreicht die besondere Rolle Augsburgs als erste deutsche Stadt mit einer japanischen Städte­partner­schaft und bis heute einzige mit gleich zwei japanischen Partner­städten. Mit diesem lebendigen Austausch setzt sich Augsburg nachhaltig für den deutsch-japanischen Dialog und kulturellen Austausch ein.

Die Partnerstädte Amagasaki und Nagahama

Der deutsch-japanische Schwestern­stadtbund, der als erster dieser Art 1959 geschlossen wurde, verbindet Augsburg mit zwei sehr unter­schied­lichen Städten. Die Initiative für die Partner­schaft ging maßgeblich von Nagahama aus: Der damalige Yanmar-Firmenchef Magokichi Yamaoka, der in München studiert hatte, setzte sich dafür ein, seine Produktions­standorte Amagasaki und Nagahama zu Partner­städten Augsburgs zu machen, was 1959 besiegelt wurde.

Amagasaki, eine Industrie- und Handelsstadt in der Hyogo-Präfektur, ist mit rund 450.000 Einwohnern und als bedeu­tender Standort für Maschinen­bau und Chemie­industrie eine moderne Metropole. Sie war bereits im Mittelalter eine wichtige Hafenstadt und diente mit ihrer Burg als westlicher Schutz für Osaka.

Nagahama, im 16. Jahrhundert gegründet, ist eine rund 120.000 Einwohner zählende Stadt am Biwa-See und zeichnet sich durch moderne Architektur, großzügige Prome­naden und eine wichtige Rolle in der Textil- und Maschinen­bau­industrie aus. Der Biwa-See ist mit 670 Quadrat­kilo­metern um ein Viertel größer als der Bodensee und der größte See Japans.

Basiskarte: d-maps.com – Bearbeitung: DAZ