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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Baumfällungen am Herrenbach: Stadt will weiteres Vorgehen am 22. Oktober vorstellen

Nach massiven Protesten bezüglich der bereits gefällten Bäume am Herrenbach hat die Stadt Augsburg ein externes Gutachten beauftragt, um zu prüfen, ob die im Herbst geplanten Fällungen von zahlreichen Bäumen am Herrenbach unumgänglich sind.

Muss dieser Baum am Herrenbach gefällt werden? © DAZ

Die Ergebnisse aus diesem Gutachten werden am Montag, den 22. Oktoberim Pfarrsaal von St. Don Bosco auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt. Das weitere Vorgehen am Herrenbach soll nun von diesem Expertengutachten abhängen, das ein Wasserbauingenieur und ein Baumsachverständiger im Auftrag der Stadtverwaltung erarbeiten. „Ziel ist, die Grünanlage am Herrenbach im Sinne des Hochwasserschutzes in nächster Zeit weiterzuentwickeln“, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt.

Kommende Woche werden die Wurzelstöcke gefällter Bäume am Herrenbach entfernt. Die Arbeiten beginnen am Dienstag, 18. September, ab 8 Uhr und dauern voraussichtlich bis Freitag, 21. September. Die Maßnahme dient der Stabilisierung der Uferwand. Mit einer Spezialfräse werden die Baumstümpfe ausgefräst und die Hohlräume anschließend mit einem Kies-Lehm-Gemisch wieder verfüllt. Grund dafür ist, dass die ansonsten im Erdreich verbleibenden Wurzelstöcke verrotten und damit die Stabilität des Damms gefährden würden.

Ende Mai dieses Jahres fuhr am Herrenbach schweres Gerät auf, um 27 Bäume zu fällen – aus Gründen des Hochwasserschutzes, so die Begründung der Stadt. 69 weitere Bäume sollen nun im Herbst gefällt werden. Es hagelte damals Proteste, die DAZ bezeichnete die Aktion als „Amtsschimmel-Aktionismus“. Von einer Bürgerinitiative, die sich nach dieser Aktion bildete („Baum-Allianz“), wurde das Ziel formuliert, dass am Herrenbach kein einziger Baum mehr gefällt werden solle. Die Stadtratsopposition, allen voran Volker Schafitel, bewertet die Aktion als „rechtswidrig“. „Die Stadtregierung hat nicht ernsthaft und auf breiter Basis nach einer tragfähigen Lösung des Problems gesucht, sondern sich auf die einfachste Lösung versteift und dafür unseriöse Erklärungen abgegeben“, so Schafitel.



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