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Montag, 20.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

B17 wird zur Fahrradstraße

Rekordbeteiligung bei der Augsburger Radlnacht

Wo sonst Autos über die B17 rollen, gehörte die Fahrbahn am Samstagabend den Fahrrädern. Ein mehr als fünf Kilometer langer Demon­strations­zug zog durch Augsburg – erst nach über 40 Minuten waren alle Teilnehmer auf der Strecke.

Von Bruno Stubenrauch

Bild: Klimanetz Augsburg / Stefan Sohnle

Die dritte Augsburger Radlnacht hat nach Angaben der Veran­stalter einen neuen Teil­nehmer­rekord erreicht: Rund 4.700 Menschen beteiligten sich an der Demon­stration für bessere Bedingungen im Radverkehr. Im ver­gangenen Jahr waren es etwa 2.100 Teilnehmer.

Besonders eindrucksvoll war der Abschnitt über die B17. Für kurze Zeit verwandelte sich eine der wichtigsten Verkehrs­achsen Augsburgs in eine breite Fahrrad­straße. Entlang der Auffahrten schlossen sich immer wieder weitere Radfahre­rinnen und Radfahrer dem Zug an. Während zu Beginn bereits mehr als 4.000 Menschen unterwegs waren, sei die Zahl bis zum Ende der Fahrt auf rund 4.700 angewachsen, so die Veranstalter.

Symbolische Fahrt über die B17

Die Radlnacht wurde zum dritten Mal von enga­gierten Bürge­rinnen und Bürgern gemeinsam mit dem ADFC, Fridays for Future und weiteren Initia­tiven organisiert. Die Route über die B17 sollte nach Angaben der Veran­stalter symbolisch ver­deut­lichen, dass dem Radverkehr künftig mehr Raum eingeräumt werden müsse.

Unter dem Motto „Lücken schließen – für ein durch­gängiges, sicheres und komfor­tables Radwege­netz in Augsburg“ forderten die Organi­satoren unter anderem den schnelleren Ausbau beste­hender Radwege und den Lücken­schluss wichtiger Ver­bindungen, etwa in der Donau­wörther Straße und der Schaezlerstraße.

Mehr Platz für den Radverkehr gefordert

Bei der Auftaktkundgebung kamen auch Menschen mit Mobili­täts­ein­schränkungen zu Wort, die auf spezielle Fahrräder angewiesen sind. Nach Auffassung der Veranstalter zeigt die hohe Beteili­gung, dass viele Augsburge­rinnen und Augsburger sich eine bessere und sicherere Fahrrad­infra­struktur wünschen.

Mit der Radlnacht verbinden die Organi­satoren zugleich einen Appell an die neue Stadt­regierung, den Ausbau des Radwege­netzes zügiger voran­zutreiben.