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Samstag, 23.9.2017 • Nr. 266 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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FCA: Scharmützel wegen des Stafylidis

Nach dem gescheiterten Transfer von FCA-Linksverteidiger Konstantinos Stafylidis zum Hamburger SV sorgt ein kleines Scharmützel zwischen FCA-Manager Stefan Reuter und dem HSV-Chef Heribert Bruchhagen für Schlagzeilen.

Bleibt beim FCA: Konstantinos Stafylidis

Bleibt beim FCA: Konstantinos Stafylidis (c) DAZ

Der wochenlang im Raum stehende Deal kam aufgrund der Ablösevorstellungen des FCA-Managements nicht zustande. Zehn Millionen Euro Ablöse wollte der FCA  für den “Problemgriechen” (Bild). Als „wirtschaftlich nicht darstellbar“ bezeichnete HSV-Sportchef Jens Todt den Augsburger Vorschlag.

Dass der HSV schnell das Interesse verlor, scheint für Reuter offenbar ärgerlich. „Wenn ich wirklich Interesse an einem Spieler habe, dann gehe ich da gezielter vor. Das hat mir alles einen unstrukturierten Eindruck gemacht. Ich habe manchmal den Eindruck, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere tut“, so der FCA-Manager über die HSV-Verantwortlichen in der Hamburger Morgenpost, die mit einer Gegenreaktion nicht lange auf sich warten ließ. Todt wollte die Aussagen nicht kommentieren. Bruchhagen ließ sich dagegen nicht lange bitten: „Die Forderungen, die Stefan Reuter für seinen Spieler hatte, sind absolut in Ordnung. Das ist sein gutes Recht. Trotzdem können wir sagen, wir machen es nicht. Ich glaube, seine Aussagen sind jetzt auch ein bisschen der Enttäuschung geschuldet. Ich kann ihm versichern, wir wissen hier beim HSV sehr wohl, was die eine und die andere Hand macht.“ So Bruchhagen laut Morgenpost. Für Augsburg-Manager Reuter fand Bruchhagen freundliche Worte: „Da bleibt jetzt nichts hängen. Stefan Reuter ist ein ordentlicher Junge. Wir sind gut befreundet. Das wird auch so bleiben.”

Stefan Reuter (c) DAZ

Stefan Reuter

“Fakt ist, Kosta hat zwei Jahre Vertrag beim FCA. Fakt ist auch, es gab mehrere Interessenten, die direkt mit dem FCA verhandelt haben, aber es ist eben kein Transfer zustande gekommen. So ist das Berufsleben. Kosta wird jetzt nicht in der Ecke liegen und weinen, sondern ab sofort sich wieder voll auf den FCA konzentrieren”, so äußerte sich Stafylidis’ Berater, Paul Koutsoliakos, gegenüber der Augsburger Allgemeinen, wo Reuter sich “heilfroh” darüber zu erkennen gibt, dass der Wechsel nicht stattfand. Stafylidis habe in den vergangenen Jahren tolle Leistungen erbracht und sei sehr wichtig für den FCA, so Reuter.

Stafylidis befindet sich gerade in Griechenland, um für Griechenland WM-Qualifikationsspiele zu bestreiten. Am Donnerstag gab es in Piräus bei der Partie gegen Estland ein Wiedersehen mit dem Ex-Augsburger Ragnar Klavan, der beim 0:0 eine überragende Leistung ablieferte. Stafylidis wurde von Michael Skibbe in der 66. Minute eingewechselt.


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