Bergs Violinkonzert und Schuberts „Große“
Im April 1935 erhielt der Komponist Alban Berg Nachricht vom Tod von Manon Gropius. Die 18-Jährige war die Tochter von Alma Mahler-Werfels aus deren Ehe mit dem Architekten Walter Gropius. Berg setzte ihr mit seinem Violinkonzert ein musikalisches Denkmal und gab der Komposition den Untertitel „Dem Andenken eines Engels“ – das Werk, eines der wichtigsten Violinkonzerte des 20. Jahrhunderts, kann aber gleichzeitig als Andenken an Berg selbst gelten, denn der Komponist vollendete es kurz vor seinem eigenen Tod, die Uraufführung im April 1936 erlebte er nicht mehr.