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Sonntag, 28.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Bergs Violinkonzert und Schuberts „Große“

Im April 1935 erhielt der Komponist Alban Berg Nachricht vom Tod von Manon Gropius. Die 18-Jährige war die Tochter von Alma Mahler-Werfels aus deren Ehe mit dem Architekten Walter Gropius. Berg setzte ihr mit seinem Violinkonzert ein musikalisches Denkmal und gab der Komposition den Untertitel „Dem Andenken eines Engels“ – das Werk, eines der wichtigsten Violinkonzerte des 20. Jahrhunderts, kann aber gleichzeitig als Andenken an Berg selbst gelten, denn der Komponist vollendete es kurz vor seinem eigenen Tod, die Uraufführung im April 1936 erlebte er nicht mehr.

Am Montag, 18. und Dienstag, 19. März jeweils um 20 Uhr erklingt Albans Berg berühmtes Konzert im Augsburger Kongresszentrum unter dem Dirigat von Dirk Kaftan. Die Geige spielt der 1. Konzertmeister der Augsburger Philharmoniker, Wilhelm F. Waltz. Ein Wermutstropfen: Es ist Waltz‘ letztes Konzert mit den Philharmonikern – mit Waltz, der in den Ruhestand geht, verabschiedet sich eine eine musikalische Institution.

Neben Bergs Violinkonzert stehen auf dem Programm der Philharmoniker die Kantante BVW 60 „O Ewigkeit, du Donnerwort“ von Johann Sebastian Bach sowie Franz Schuberts 8. Sinfonie in C-Dur („Die Große“) – auch sie, wie Bergs Violinkonzert, ein letztes Werk, dessen Uraufführung der Komponist nicht mehr erlebte. Zur Einführung ins Symphoniekonzert gibt es im Kongresszentrum um 19.10 Uhr einen „Blick in die musikalische Werkstatt.“