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Freitag, 26.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Geo­graphie-Exkursion: Uni-Studierende erkunden die Flug­platz­heide

28 Geo­graphie­studierende der Uni­versität Augsburg haben die Außen­anlagen des Bayerischen Landes­amts für Umwelt (LfU) in Augsburg erkundet. Bei einer Führung durch die Flug­platz­heide erhielten sie praktische Einblicke in Bio­diversität und behördliche Natur­schutz­praxis.

Von Bruno Stubenrauch

Foto: LfU

Manchmal liegt das Lehr­zimmer direkt vor der Haustür. Am 26. Juni führte eine Exkursion im Rahmen der Vor­trags­reihe Umwelt­Studium die Augsburger Geo­graphie­studierenden auf eine Fläche, die Natur­erlebnis, Umwelt­bildung und Stadt­geschichte auf besondere Weise verbindet: die Außen­anlagen des LfU in Augsburg.

Im Mittel­punkt stand die Haunstetter Flug­platz­heide, die unmittelbar an das LfU grenzt. Seit 2020 ist sie als geschützter Land­schafts­bestandteil ausgewiesen – rund sieben Hektar stehen seither unter beständigem Schutz. Die Fläche ist ein charak­teristischer Rest der historischen Lech­heide mit struktur­reichem Kalk­mager­rasen und heide­typischer Tier- und Pflanzen­welt. Bis heute sind dort Spuren ihrer früheren Nutzung als Flug­feld erkennbar.

Natur­schutz zum Anfassen

Die LfU-Außen­anlagen umfassen heute rund 64.000 Quad­rat­meter – ein­schließ­lich Dach­be­grünung. Sie wurden als Vorbild für natur­nahe Außen­anlagen an öffent­lichen Gebäuden geplant und haben sich durch gezielte Pflege zu einem arten­reichen Stadt­biotop entwickelt.

„Besonders spannend war, wie anschaulich sich im Gelände ökologische Zusammen­hänge und Kartier­methoden nach­vollziehen lassen“, erklärt Dr. Ulrike Beyer vom Institut für Geo­graphie der Uni­versität Augsburg. Ines Langen­siepen vom LfU ergänzt: „Unsere Außen­anlagen zeigen als hervorragendes Beispiel, wie sich Natur­schutz, nachhaltige Planung und Stadt­raum sinnvoll verbinden lassen.“

Wer die Beson­derheiten der LfU-Außen­anlagen selbst erleben möchte: Das Gelände ist öffentlich zugänglich und lädt zum Rund­gang ein.