Geographie-Exkursion: Uni-Studierende erkunden die Flugplatzheide
28 Geographiestudierende der Universität Augsburg haben die Außenanlagen des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) in Augsburg erkundet. Bei einer Führung durch die Flugplatzheide erhielten sie praktische Einblicke in Biodiversität und behördliche Naturschutzpraxis.
Von Bruno Stubenrauch
Foto: LfU
Manchmal liegt das Lehrzimmer direkt vor der Haustür. Am 26. Juni führte eine Exkursion im Rahmen der Vortragsreihe UmweltStudium die Augsburger Geographiestudierenden auf eine Fläche, die Naturerlebnis, Umweltbildung und Stadtgeschichte auf besondere Weise verbindet: die Außenanlagen des LfU in Augsburg.
Im Mittelpunkt stand die Haunstetter Flugplatzheide, die unmittelbar an das LfU grenzt. Seit 2020 ist sie als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen – rund sieben Hektar stehen seither unter beständigem Schutz. Die Fläche ist ein charakteristischer Rest der historischen Lechheide mit strukturreichem Kalkmagerrasen und heidetypischer Tier- und Pflanzenwelt. Bis heute sind dort Spuren ihrer früheren Nutzung als Flugfeld erkennbar.
Naturschutz zum Anfassen
Die LfU-Außenanlagen umfassen heute rund 64.000 Quadratmeter – einschließlich Dachbegrünung. Sie wurden als Vorbild für naturnahe Außenanlagen an öffentlichen Gebäuden geplant und haben sich durch gezielte Pflege zu einem artenreichen Stadtbiotop entwickelt.
„Besonders spannend war, wie anschaulich sich im Gelände ökologische Zusammenhänge und Kartiermethoden nachvollziehen lassen“, erklärt Dr. Ulrike Beyer vom Institut für Geographie der Universität Augsburg. Ines Langensiepen vom LfU ergänzt: „Unsere Außenanlagen zeigen als hervorragendes Beispiel, wie sich Naturschutz, nachhaltige Planung und Stadtraum sinnvoll verbinden lassen.“
Wer die Besonderheiten der LfU-Außenanlagen selbst erleben möchte: Das Gelände ist öffentlich zugänglich und lädt zum Rundgang ein.
