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DAZ-Archiv vom 13. November 2017 • www.daz-augsburg.de

Leihamt schließt für immer

Die Stadt Augsburg schließt nach 415 Jahren ihr Leihamt. Es handelt sich um das älteste Leihamt Deutschlands und das letzte Leihamt innerhalb einer Stadtverwaltung.

Ein Relikt aus dem Mittelalter: Nach 415 Jahren schließt das Augsburger Leihamt (c) DAZ

Ein Relikt aus dem Mittelalter: Nach 415 Jahren schließt das Augsburger Leihamt (c) DAZ

Der Betrieb des städtischen Augsburger Leihamtes läuft zum Jahresende 2018 aus. Grund für die Entscheidung des zuständigen Ausschusses für Organisation, Personal, Migration und Interkultur (OPMI) im Stadtrat war die deutlich gesunkene Nachfrage nach Kleinkrediten, die von der Stadt gegen die Einreichung eines Pfandes angeboten und vergeben wurden. “Diese freiwillige Leistung der öffentlichen Hand wird auch von privater Seite angeboten. Zudem gibt es über das Internet eine Vielzahl von Möglichkeiten, Gegenstände zu veräußern oder Kleinkredite zu erhalten. Die Organisationsentscheidung bedeutet, dass noch bis Ende diesen Jahres neue Beleihungen im städtischen Leihamt möglich sind. Auf Wunsch werden Verlängerungen bestehender Beleihungen noch bis Ende März 2018 vorgenommen. Bis zum Jahresende 2018 sollen dann alle Beleihungsvorgänge abgewickelt und beendet sein.” So wird im O-Ton der Stadt die Schließung begründet und abgewickelt. Alle Kunden mit aktiven Pfändern würden zeitnah angeschrieben und über die Situation und die weitere Vorgehensweise informiert.



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