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Montag, 16.03.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

WSA weist Anti­semi­tismus-Vorwürfe von Eva Weber zurück

Die Wählervereinigung WSA hat Anti­semi­tismus-Unter­stellungen von Ober­bürger­meisterin Eva Weber entschieden zurück­gewiesen. Hintergrund sind Aussagen der Amts­inhaberin im Wahlkampf­duell bei a.tv am Sonntagabend.

Von Bruno Stubenrauch

Eva Weber (Foto: DAZ Archiv)

Der WSA-Vorsitzende Peter Grab sprach von einer „einer Ober­bürger­meisterin unwürdigen Diffa­mierung“. Schwere Vorwürfe 1) ohne belast­bare Grundlage öffentlich zu äußern, verlasse den Boden einer fairen politi­schen Aus­einander­setzung.

Die Wählervereinigung betont, in ihrer politi­schen Arbeit nie durch anti­semitische oder extre­mistische Positionen auf­gefallen zu sein. Mitglieder unter­schied­licher Herkunft und Religion enga­gierten sich im Verein.

„Antisemitismus als politische Waffe“

Auch der Buchhändler und WSA-Politiker Benjamin Wintergerst, der jüdischen Glaubens ist, widersprach den Vorwürfen. Anti­semi­tismus leicht­fertig als politi­sche Waffe im Wahlkampf einzu­setzen, relati­viere die Ernst­haftig­keit des Problems, erklärte er.

WSA fordert von der Oberbürger­meisterin eine klare Trennung zwischen politi­scher Debatte und per­sön­lichen Diffa­mierungen. Demo­kratische Aus­einander­setzung lebe vom Streit um die besseren Ideen – nicht von unbelegten Behauptungen.


1) Live: Augsburg wählt – Das OB-Kandidatenduell
(YouTube-Video ab 30:37)

Zitat Eva Weber: „.. hat es mich ziemlich verwundert, dass der Kollege Freund sich von einer WSA unterstützen lässt, wo Mitglieder auf der Liste ganz offen AfD-Posts teilen, wo ganz offen anti­semitische russland­freundliche Parolen zum Besten gegeben werden ..“