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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Theatersanierung: Stadtarchäologie sechs Monate auf der Baustelle

Archäologische Grabungen beim Theater starten am heutigen Mittwoch

Theatersanierung: "vereinigter Hüttenbau"

Der Bauzaun steht und die vorbereitenden Baggerarbeiten zur Abtragung des Oberbodens mit Gras- und Humusschicht fanden bereits vergangene Woche statt. Am heutigen Mittwoch, 26. Juli, starten nun die Grabungen der Stadtarchäologie auf dem Areal beim Theater an der Volkhartstraße. Begleitend wird der Boden in enger Abstimmung mit einer Fachfirma auf Kampfmittel untersucht.

Sechs Monate Dauer

Die archäologischen Grabungen werden voraussichtlich sechs Monate andauern. Die Fläche ist in ein Raster aufgeteilt, dessen Felder systematisch bis in eine Tiefe von drei Metern bearbeitet werden. Zwölf Mitarbeiter der Stadtarchäologie werden dort die Abschnitte vermessen und schriftlich, zeichnerisch und fotografisch dokumentieren. Gegraben wird bei jedem Wetter: Gegen den Regen schützen mobile Zelte über den Ausgrabungsfeldern.

Areal wurde 1868 eingeebnet

Die Archäologen wissen, dass entlang der heutigen Volkhartstraße seit dem 13. Jahrhundert die Stadtmauer der freien Reichstadt Augsburg mit Türmen und Kasematten (Wehrgewölben) verlief. Dahinter befanden sich Gebäude des Augustiner-Chorherrenstifts bei Heilig-Kreuz und weitere Bauten, darunter das städtische Leihhaus. Stadtbefestigung und Gebäude waren 1868 zur Anlage eines Boulevards und zum Bau des Stadttheaters eingeebnet.

Technikkeller und Orchesterprobensaal

Auf dem Grundstück an der Volkhartstraße entsteht im Rahmen der Sanierung des „Großen Hauses“ ein zweistöckiger Keller von 11,5 Metern Tiefe mit Technik für Lüftung, Heizungs- und Sprinkleranlagen. Darauf wird der künftige Orchesterproben-Saal errichtet.

Arbeiten im Großen Haus

Im Großen Haus selbst finden derzeit die Vorbereitungen für die Sanierung statt. Es erfolgen Schadstoffsanierungen, Demontagen sowie die Stilllegung von Infrastruktur wie Wasser, Gas und Strom. Bis zum Spielzeitende finden dort noch Vorproben für die kommende Saison statt. Dann gehen die Ensembles in die Sommerpause. Der Umzug und die Räumung des Großen Hauses findet nach den Ferien, also ab Mitte September statt. Mit dem Bezug der Interims-Spielstätte im Martini-Park wird dann das „Große Haus“ an die Baustelle übergeben.





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