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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Theater: Letzter Vorhang für Kaspar Hauser

Am Mittwoch, 10. Mai 2017 findet um 19.30 Uhr die letzte Aufführung von Hans Thomallas „Kaspar Hauser“ unter der musikalischen Leitung von Lancelot Fuhry im Textilmuseum statt.

Aus dem Nichts taucht am 26. Mai 1828 ein verwahrloster junger Mann in Nürnberg auf. Er bewegt sich sonderbar und gibt wirre Antworten. Er trägt einen Brief bei sich, der ihn als Findelkind ausweist. Auf die Frage, wie er denn heiße, antwortet er: Kaspar Hauser.

In Hans Thomallas Oper „Kaspar Hauser“ steht jenes berühmt gewordene Findelkind im Mittelpunkt, das in der völligen Isolation eines Kellerlochs aufwuchs. Hauser ist der Mensch ohne Gedächtnis und Geschichte – bis heute ist unklar, wer er ist. Thomallas Oper erzählt keine Geschichte, sondern zeigt sechs Männer und zwei Frauen, die sich Hauser in einem Wechsel von Faszination und Abscheu zu nähern versuchen. Countertenor Xavier Sabata gestaltet die Hauptrolle des Kaspar Hauser in der konzertanten Aufführung mit szenischen Impressionen. DAZ-Kritikerin Halrun Reinholz zeigte sich von der Premiere beeindruckt: „ein überraschend dichter, eindrucksvoller Opernabend.“

Foto: Kaspar Hauser im tim – (c) A.T. Schaefer



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