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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Siebentischwald: Löschproben wurden nur in Nähe Stempflesee entnommen

Die unbedenklichen und für den Menschen nicht schädlichen Schadstoffanteile in der Schlacke (Lösch), die im Siebentischwald bei den Sanierungsarbeiten am Stempflesee gefunden wurden, wurden im vergangenen Stadtrat von Umweltreferent Reiner Erben vorgestellt.

Reitweg im Siebentischwald: Nach Informationen der DAZ wurden diese mit Schlacke aufgeschüttet

Reitweg im Siebentischwald: Nach Informationen der DAZ wurden alle Reitwege mit Schlacke aufgeschüttet


Eva Weber sprach im Rahmen dieser Stadtratssitzung von Bedenklichkeitsanteilen wie bei „Blumenerde“. Das Umweltamt gab Entwarnung. Diese Unbedenklichkeitsfeststellungen bezogen sich allerdings nur auf Schlacke, die in Nähe des Stempflesees gefunden und überprüft wurde. Nach Informationen der DAZ befinden sich allerdings auf vielen Wegen durch den Siebentischwald Schlacke, deren Kontaminierung noch nicht überprüft wurde, wie Umweltreferent Reiner Erben auf Anfrage erklärte.

Zunächst sei festzustellen, dass es sich bei „Lösch“ um keinen feststehenden Begriff handeln würde und demnach auch keine Aussage getroffen werden könnte, ob dieses nicht näher definierte Material im Wegebau Verwendung gefunden habe. „Es lässt sich lediglich vermuten, dass hiermit Aschen und Schlacken gemeint sein könnten. Dem Umweltamt, Abteilung Bodenschutz- und Abfallrecht liegen keine konkreten Hinweise darauf vor, dass zahlreiche Reitwege im Siebentischwald mit Aschen und Schlacken aufgeschüttet wurden“, so Erben in seiner Antwort auf die DAZ-Frage, ob es innerhalb der Stadtverwaltung bekannt sei, dass es im Trinkwasserschutzgebiet zahlreiche mit Lösch aufgeschüttete Wege geben würde. Deshalb seien dort auch, so Erben, keine Probeentnahmen angeordnet worden.

„Allerdings wurden und werden von der Bevölkerung zahlreiche Wege in den Stadtteilen als schwarze Wege bezeichnet. Einer dieser sogenannten „Schwarzen Wege“ wird im Rahmen der Amtsermittlung derzeit vom Umweltamt, Abteilung Bodenschutz- und Abfallrecht historisch erkundet. Ergeben sich dabei Anhaltspunkte für eine schädliche Bodenveränderung, wird eine Probennahme veranlasst“, so Erben.



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