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Donnerstag, 16.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Sport

FCA zeigt in Wolfsburg, dass er konkurrenzfähig ist

Eine Woche nach dem glücklichen Unentschieden im Heimspiel gegen den FC Bayern (2:2) ist dem abstiegsbedrohten FC Augsburg am 9. Spieltag auswärts in Wolfsburg ein weiteres Remis gelungen: In der Volkswagen Arena wäre sogar ein Augsburger Sieg in Ordnung gegangen. Der FCA zeigte seine beste Saisonleistung, stand hinten kompakt mit einem souveränen Torhüter Koubek, verteidigte dennoch hoch und zeigte mit schnellen Vorstößen die Möglichkeit eines Dreiers an. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 0:0. Damit blieb die bisher schwache FCA–Abwehr erstmalig in dieser Saison ohne Gegentor.

FCA-Trainer Martin Schmidt schickte im Vergleich zum 2:2 gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende eine auf zwei Positionen veränderte Startelf auf den Platz: Kapitän Daniel Baier kehrte nach seiner Verletzungspause nach fünf verpassten Spielen in die Startelf zurück. Auch Alfred Finnbogason konnte sich über sein Startelf-Comeback freuen und agierte zusammen mit Florian Niederlechner in der Sturmspitze. Und noch eine bemerkenswerte Personalie ist zu vermelden: Kurz vor Spielende feierte der schmerzlich vermisste Abwehrchef Jeffrey Gouweleeuw nach monatelanger Verletzungspause sein Comeback.

Die erste Chance der Partie erspielten sich die Gastgeber: Jérôme Roussillon bediente William, dessen Kopfball von FCA-Keeper Koubek locker pariert wurde. In der ersten Viertelstunde entwickelte sich eine muntere Partie. Josip Brekalo legte über links auf Felix Klaus ab, Koubek stand wieder richtig und parierte erstklassig (8.). Auch der FCA zeigte Torgefährlichkeit: Koubeks Abstoß landete bei Niederlechner, der den Ball zu Vargas spielte, der aber in Wölfe-Keeper, Pavao Pervan seinen Meister fand (9.). Es ging rauf und runter:  Niederlechner kam zu zwei Abschlüssen: Ein Distanzschuss flog über die Kiste (11.), dann in die Arme von Pervan (16.).

FCA stets auf Augenhöhe

Nach der tollen Anfangsphase war plötzlich weniger Dampf im Kessel. Beide Mannschaften agierten kontrollierter und schenkten sich dennoch nichts. Das Spiel war stets auf Augenhöhe und auf hohem kämpferischen Niveau. Bemerkenswerte Torchancen gabs keine mehr, was an beiden Abwehrreihen lag. So stellte sich die VfL-Leihgabes Felix einem ehemaligen Mitspieler Wout Weghorst in den Weg und verhinderte einen Kopfball des niederländischen Torjägers (22.). Auf der anderen Seite brachten Eckbälle und Freistöße von Philipp Max (24., 38.) dem FC Augsburg ebenso wenig ein. Kurz vor der Pause kam Marcel Tisserand noch zu einem Kopfball, setzte diesen aber über das FCA-Tor.

Personelle Wechsel gab es keine, so standen in der zweiten Halbzeit die gleichen Spieler auf dem Platz wie in Halbzeit eins. Die erste Chance gehörte wieder den Wölfen: Williams Schuss ging links am Tor vorbei (48.). In der 50. Minute legte Max von links dann auf Niederlechner ab. Dieser bekam aber keinen Druck auf den Ball, sodass Pervan die Kugel mühelos aufnehmen konnte. Die nächste Möglichkeit ergab sich für den FCA wenig später: Niederlechner steckte bei einem Konter auf Finnbogason durch, der Isländer konnte den Ball im Strafraum gegen Roussillon aber nicht festmachen (53.). Die Abwehr des FCA stand gut, war stets im Bilde und ließ keine großen Chancen zu.

So versuchte es William in der 59. Minute erneut aus der Distanz, sein Schuss war aber zu ungenau. Auf der Gegenseite war Pervan zur Stelle, als Lichtsteiner in der Mitte den freistehenden Finnbogason gesehen hatte.

Videobeweis rettet einen Augsburger Punkt

In der Schlussphase wurde es schließlich spannend: Die Wolfsburger hatten nach einer Flanke von Maximilian Arnold auf den eingewechselten Joao Victor den Führungstreffer gefeiert, da dessen Abschluss im Augsburger Tor gelandet war. Nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten schaute sich der Unparteiische Tobias Stieler die Szene allerdings noch einmal selbst an und entschied auf Abseits. Auch der FCA kam in den Schlussminuten noch zu Chancen, die Versuche von Richter (80., 90.+5) und Niederlechner (90.+1) fanden aber kein Ziel.

„Wir sind stabil in der Defensive gestanden und ich denke, dass am Ende des Tages der Punkt durch sehr viel Fleiß und eine gute Defensivarbeit verdient ist. Es war wichtig, dass wir zu null gespielt haben und wir haben jetzt zwei wichtige Punkte gegen zwei Top-Teams geholt. Diese Punkte nehmen wir gerne mit“, so FCA-Trainer Martin Schmidt zum Geschehen. Was Schmidt selbstverständlich nicht sagte, aber den größten Unterschied zu den meisten bisherigen Auftritten darstellte: In der Mannschaft brannte wieder das Feuer der Leidenschaft: So ist der FCA ein Anwärter für höhere Weihen, auch wenn er nach dem 9. Spieltag auf dem vorletzten Platz der Tabelle steht.

Die nächste Gelegenheit, ihre Klasse erneut unter Beweis zu stellen, haben die Brecht-Städter am kommenden Sonntag, 3. November (18.00 Uhr). Dann spielt der FCA zu Hause gegen den FC Schalke 04.

FCA: Tomáš Koubek; – Stephan Lichtsteiner; Tin Jedvaj; Felix Uduokhai; Philipp Max; – Rani Khedira; Daniel Baier; Ruben Vargas; Marco Richter; – Florian Niederlechner; Alfred Finnbogason;

Eingewechselt: Jeffrey Gouweleeuw (83.); Sergio Córdova (77.); Amaral Borduchi Iago (71.); –

Ausgewechselt: Daniel Baier (83.); Ruben Vargas (71.); Alfred Finnbogason (77.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Michael Gregoritsch; Jan Morávek; Julian Schieber; André Hahn; Raphael Framberger.

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