Drogenrazzia in Augsburg: Polizei durchsucht 17 Objekte – City Club übt Kritik
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Augsburg hat die Polizei am frühen Mittwochmorgen, den 15. Juli, 17 Wohnungen im Stadtgebiet und im Landkreis Augsburg durchsucht – darunter auch Wohnungen von Mitarbeitern und Veranstaltern des City Clubs. Die Polizei spricht von Drogenfunden und einer Festnahme. Der City Club kritisiert den Einsatz als unverhältnismäßig.
Von Bruno Stubenrauch

Der City Club am Kö (Foto: DAZ)
Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit einer Razzia im City Club am 31. Januar 2026. Seitdem ermittelt die Polizei gegen 19 damals anwesende Personen. An der Aktion am Mittwochmorgen waren rund 200 Einsatzkräfte beteiligt.
In zwölf der durchsuchten Objekte fanden die Beamten Betäubungsmittel – darunter mehr als 550 Gramm Marihuana sowie Amphetamin, Kokain und MDMA. Ein 39-Jähriger wurde vorläufig festgenommen; er steht im Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln. Die Staatsanwaltschaft prüft die Vorführung vor einem Haftrichter. Zudem wurde gegen einen 20-Jährigen ein Haftbefehl vollstreckt.
„Kein Anlass zu Maßnahmen diesen Ausmaßes“
Der City Club übt scharfe Kritik: „Aus Sicht des City Clubs gaben die Ergebnisse der Razzia vom 31. Januar keinen Anlass zu Maßnahmen des heutigen Ausmaßes.“ Der Vorwurf des Handels gegen den Geschäftsführer habe sich nicht bestätigt. Bei drei Mitarbeitern und mehreren Veranstaltern seien keine Drogen gefunden worden. Dutzende unbeteiligte Mitbewohner und zum Teil Kinder hätten das Eindringen in ihre privaten Räume erleben müssen. Mehrere Menschen hätten ohne ersichtlichen Grund ihre Smartphones abgeben müssen – ein schwerwiegender Eingriff in Persönlichkeitsrechte.
Der City Club stellt die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes infrage: „Umfang und Intensität dieses Einsatzes stehen in keinem angemessenen Verhältnis zu den bislang bekannten Ermittlungsergebnissen.“ Die Ermittlungen dauern an.