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Donnerstag, 16.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Drogenrazzia in Augsburg: Polizei durchsucht 17 Objekte – City Club übt Kritik

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Augsburg hat die Polizei am frühen Mittwoch­morgen, den 15. Juli, 17 Wohnungen im Stadtgebiet und im Landkreis Augsburg durchsucht – darunter auch Wohnungen von Mit­arbeitern und Veran­staltern des City Clubs. Die Polizei spricht von Drogenfunden und einer Festnahme. Der City Club kritisiert den Einsatz als unver­hältnismäßig.

Von Bruno Stubenrauch

Der City Club am Kö (Foto: DAZ)

Die Durchsuchungen stehen im Zusammen­hang mit einer Razzia im City Club am 31. Januar 2026. Seitdem ermittelt die Polizei gegen 19 damals anwesende Personen. An der Aktion am Mittwoch­morgen waren rund 200 Ein­satz­kräfte beteiligt.

In zwölf der durchsuchten Objekte fanden die Beamten Betäu­bungs­mittel – darunter mehr als 550 Gramm Marihuana sowie Amphetamin, Kokain und MDMA. Ein 39-Jähriger wurde vorläufig fest­genommen; er steht im Verdacht des Handels mit Betäu­bungs­mitteln. Die Staats­anwalt­schaft prüft die Vorführung vor einem Haftrichter. Zudem wurde gegen einen 20-Jährigen ein Haftbefehl vollstreckt.

„Kein Anlass zu Maßnahmen diesen Ausmaßes“

Der City Club übt scharfe Kritik: „Aus Sicht des City Clubs gaben die Ergebnisse der Razzia vom 31. Januar keinen Anlass zu Maßnahmen des heutigen Ausmaßes.“ Der Vorwurf des Handels gegen den Geschäfts­führer habe sich nicht bestätigt. Bei drei Mit­arbeitern und mehreren Veran­stal­tern seien keine Drogen gefunden worden. Dutzende unbe­teiligte Mit­bewohner und zum Teil Kinder hätten das Ein­dringen in ihre privaten Räume erleben müssen. Mehrere Menschen hätten ohne ersicht­lichen Grund ihre Smart­phones abgeben müssen – ein schwer­wie­gender Eingriff in Persön­lich­keits­rechte.

Der City Club stellt die Ver­hält­nis­mäßigkeit des Einsatzes infrage: „Umfang und Intensität dieses Einsatzes stehen in keinem ange­messenen Verhältnis zu den bislang bekannten Ermitt­lungs­er­gebnissen.“ Die Ermittlungen dauern an.