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Dienstag, 03.02.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Theater

Baustopp am Staatstheater wegen Schadstoff­verdacht

Die Sanierungsarbeiten im Großen Haus des Staats­theaters Augsburg sind aufgrund eines poten­ziellen Schadstoff-Fundes vorübergehend gestoppt.

Von Bruno Stubenrauch

Während der Arbeiten an einer Decken­konstruk­tion meldete das beauf­tragte Unter­nehmen den Verdacht auf Schadstoffe in der beste­henden Bausubstanz. Ob es sich dabei um Asbest handelt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss.

Aus Vorsicht und zum Schutz der Gesundheit aller auf der Baustelle tätigen Personen hat die Stadt Augsburg ent­schieden, die Innen­arbeiten im Großen Haus umgehend und kurz­fristig zu unter­brechen. Am Donnerstag wurden Proben der Decken­kon­struk­tion entnommen. Die Ergebnisse der Analyse werden Mitte der kommen­den Woche erwartet. Wenn die Unbe­denk­lich­keit der Baustelle zweifels­frei bestätigt ist, sollen die Arbeiten unver­züglich wieder auf­genommen werden.

Asbestsanierung wäre zeitaufwändig

Kennzeichnung von Arbeitsbereichen nach TRGS 519

Bei einer Asbestsanierung ist es allerdings mit ein paar Tagen Baustopp nicht getan. Zunächst muss ein detail­lierter Sanierungs­plan erstellt werden. Der Fachplaner hierfür muss womöglich erst über ein Aus­schreibungs­verfahren gefunden werden, ebenso wie die aus­führende Spezialfirma.

Der betroffene Bereich muss luftdicht abge­schottet und eine Unter­druck­haltung aufgebaut werden. Der Arbeits­bereich darf nur über Schleusen und mit persön­licher Schutz­aus­rüstung (Spezial­anzüge und Atem­schutz­masken) betreten werden. Nach kompletter Ent­fernung des Asbests müssen alle Ober­flächen abgesaugt und feucht gereinigt werden, damit keine Fasern zurück­bleiben und später in die Luft gelangen können. Die Ab­schottung darf erst nach einer Frei­messung der Raumluft durch ein Labor entfernt werden.

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Theaterquartier lädt zu freien Einblicken hinter verschlossene Türen

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Staatstheater: Die Kunst des Erklärens

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Dritte Theaterquartiers­konferenz: Stadt lädt zum Austausch ein

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Anfrage zum Staatstheater: überrumpelte Fragesteller im Stadtrat

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Verzicht auf Klischees: Carmen in Grau und ohne Folklore

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Leonce und Lena am Staatstheater: Schrille Pop-Art ohne Tiefsinn

Quietschbunt ist es auf der Bühne und die Protago­nisten stecken alle in skurrilen Korsetts. Dabei bleiben die Nuancen des Lustspiels von Georg Büchner auf der Strecke. Von Halrun Reinholz Prinz Leonce (Jannis Roth) steckt in einem knall­gelben Kugel­bauch-Kostüm und sitzt auf einer Watte­wolke. Sein Hof­meister (Thomas Prazak) hat eine rote Clowns­nase und eine Mähne, die […]

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„Ein Tag der Zuversicht“ – Stadt stellt neue Etappe der Theatersanierung vor

Gemeinsam mit einem Großaufgebot an politischer und fachlicher Expertise bereitete Ober­bürger­meisterin Eva Weber am Donnerstag die Augsburger Presse auf die kommenden Wochen vor: Am 23. und 30. Oktober werden sich Bauausschuss und Stadtrat intensiv mit der Theater­baustelle befassen. Auf der Presse­konferenz gab es erste Hinter­grund­informationen dazu. Von Bruno Stubenrauch Eva Weber bezeichnete den heutigen Tag als „Tag […]

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Hat die Ludwigstraße Platz für Baumreihen?

Auf einer Veranstaltung am 13. September, bei der Visionen zur Aufwertung des nicht existierenden Theater­viertels diskutiert wurden, plädierte die altaugsburg­gesellschaft laut einem Bericht in der Augsburger Allge­meinen für „zusätz­liche Baumreihen in der Ludwig­straße“. So schön die Vorstellung eines urbanen Raums, in dem Grün die Haupt­rolle spielt, auch sein mag: Bietet die Ludwig­straße überhaupt Platz für […]

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Es gibt kein Theaterviertel

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