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Freitag, 30.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Party-Klimbim auf der Maxstraße: Offener Brief an Böhm

Die Aktionsgemeinschaft Maximilianstraße hat in einem Offenen Brief an Ordnungsreferent Böhm darum gebeten, nicht weiter „unsere Maximilianstraße mit Massenveranstaltungen zu vergewaltigen“.



Das sei für normal denkende Menschen nicht nachzuvollziehen, so der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Wolfgang Doßmann, der Böhm in einem sarkastisch gehaltenem Schreiben darum bittet, den „neuen Boulevard oder den Plärrer zur Fan-Meile zu machen und die Anwohner der Maxstraße „mit diesem Terror zu verschonen“. „Die unerträglichen Zustände in der Maximilianstraße machen es zwingend notwendig, die Durchsetzung der 17 Punkte zur Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität einzufordern. Ob Fußball angesagt ist, Max-Fest oder ein ganz normales Wochenende, die Rücksichtslosigkeit der betrunkenen Gäste machen ein normales Leben in der Innenstadt unmöglich. Es müsse sich sofort etwas ändern und die versprochenen 17 Punkte endlich umgesetzt werden“, so Doßmann, der sich noch im März 2010, nachdem die Stadtregierung ihr 17-Punkte-Papier zur Verbesserung der Aufenthalts- und Wohnqualität in der Maximilianstraße vorgestellt hatte, darüber bitter enttäuscht zeigte. Das von CSU und Pro Augsburg beschlossene Maßnahmenpaket werde, so Doßmann damals, wenig bewegen, da die meisten Punkte schon vor Jahren gescheitert seien.

» Das 17-Punkte-Papier