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Donnerstag, 16.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Panther-Checker

Gleichauf mit dem Meister

Nach einer packenden Begegnung der Augsburger Panther gegen die Eisbären aus Berlin stand es am Freitag Abend im Curt-Frenzel-Stadion 6:3 (1:1, 3:2, 2:0) für die Hausherren. 5699 Zuschauer sahen ein Augsburger Team, das engagiert zu Werke ging – und einmal mehr dafür sorgte, dass sein Anhang sich verwundert die Augen rieb.

Alexander Civrić ist Rechtsanwalt in Augsburg und hat eine Sitzplatz-Dauerkarte. Für die DAZ kommenteirt er das Spiel gegen den Meister aus Berlin.

Alexander Civrić ist Rechtsanwalt in Augsburg und hat eine Sitzplatz-Dauerkarte. Für die DAZ kommentiert er das Spiel gegen den Meister aus Berlin.


Wie kann es denn sein, fragten sich viele auf den Tribünen, dass sie heute so klasse Eishockey spielen und während der Woche beim Tabellenletzten Düsseldorf mit 5:1 untergehen? Andererseits: Gegen die Rheinländern haben in dieser Saison auch schon andere Mannschaften verloren, unter anderem Berlin, immerhin amtierender Deutscher Meister. Panther-Checker war Alexander Civrić:

Beschreiben Sie das Spiel in 5 Sätzen!

Eine intensive, eine großartige Begegnung. Nachdem die Panther das aggressive Vorchecking der Eisbären im ersten Drittel überstanden hatten, zeigen sie im 2. Drittel eine herausragende Leistung mit drei Toren innerhalb weniger Minuten. Der letzte Spielabschnitt war dann nichts für schwache Nerven. Trotz 5-Minuten- und Spieldauerstrafe gegen Sebastian Uvira wegen eines Kniechecks gelangen die entscheidenden Treffer zum 6:3 Endstand. Als der Puck zum letzten Treffer aus der Tiefe des eigenen Drittels ins leere Tor der Berliner rutschte, waren 5699 Fans völlig aus dem Häuschen.

Was war für Sie ausschlaggebend, dass das Spiel 6:3 ausgegangen ist?

Der Einsatz und die mannschaftliche Geschlossenheit. Und nicht zuletzt ein grandioses Augsburger Publikum.

Wer war für Sie der Spieler des Tages?

T. J. Trevelyan.

Wären Sie der Trainer gewesen, was hätten Sie anders gemacht?

Klare Antwort: nichts.

Wie beschreiben Sie die Augsburger Panther jemand, der noch nie beim Eishockey war?

Komm ins Stadion, erlebe die Stimmung, die Schnelligkeit dieses Sports und die Atmosphäre. Anschließend wirst Du Dir für die nächste Saison eine Dauerkarte kaufen.

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Weiter geht es bereits am morgigen Sonntag um 16.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen Ingolstadt (derzeit 6 Punkte vor den Augsburgern). Für diese Lokalderby gibt es nur noch ganz wenige Sitzplatzkarten. Überhaupt ist das Zuschauerinteresse an den Augsburger Panthern seit dem Umbau des Curt-Frenzel-Stadions so groß wie seit Jahrzehnten nicht. Im Schnitt strömten in dieser Spielzeit fast 5200 Besucher zu den Spielen, das sind rund 500 über dem kalkulierten Schnitt. Hinzu kommt, dass viel mehr Fans inzwischen die teureren Sitzplatzkarten kaufen als früher. Anders gesagt: Die Panther sind eine Erfolgsgeschichte – unabhängig vom derzeitigen Tabellenrang 10.