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Montag, 22.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Panne bei der Pandemiebekämpfung: Zu wenig Impfstoff am langen Impfsamstag

„Langer Impfsamstag“ scheitert an zu geringen Impfstoffkapazitäten vor Ort.

„Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Kapazitäten am Impfzentrum Augsburg für den heutigen Tag komplett ausgelastet und erschöpft. Ebenso die Impfstationen in der Maximilianstraße 59 und an der Hochschule Augsburg. Die Stadt Augsburg bittet alle Bürgerinnen und Bürger darum, das Impfzentrum und die Impfstationen heute nicht mehr aufzusuchen. Im Laufe der nächsten Woche werden die Impfkapazitäten, abhängig von der Impfstoffverfügbarkeit, weiter ausgebaut.“ So die Mitteilung der Stadt Augsburg am heutigen Vormittag, der nun als „kurzer Impfsamstag“ in die Geschichte der Coronabekämpfung eingehen wird.

Der Linke Stadtrat Frederik Hintermayr bezeichnet diesen Vorgang als „Katastrophe“ und verortet die Verantwortung bei der Stadtregierung: „Der heutige Tag wurde als langer Impfsamstag der Stadt Augsburg angekündigt. Schon eine Stunde nach Öffnung des Impfzentrums und den Standorten in den Stadtteilen kommt es zur Überlastung. Niemand soll mehr kommen. In dieser Phase der Pandemie impfwillige Menschen abzuweisen, ist schlicht eine Katastrophe. Monate lang haben wir im Stadtrat darüber diskutiert, wie wir die Menschen zur Impfung ermutigen können. Nun kommen sie, können aber größtenteils nicht geimpft werden, weil die Stadt mit einem derart großen Andrang nicht gerechnet habe. Dieser erfreuliche Andrang zeichnete sich in den letzten Tagen jedoch ab und kam für niemanden, außer offenbar die Augsburger Stadtregierung, wirklich unerwartet.“