Nahverkehr München–Augsburg: Holetschek und Lange kündigen Runden Tisch an
Die schwäbischen CSU-Mandatsträger schlagen Alarm wegen möglicher Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Augsburg und München ab 2028. Anlass sind Berichte, wonach auf der stark genutzten Pendlerstrecke künftig nur noch zwei Regionalzüge pro Stunde und Richtung fahren könnten.
Von Bruno Stubenrauch

Der schwäbische CSU-Bezirksvorsitzende Klaus Holetschek und der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange kündigten nun einen Runden Tisch an. Eingeladen werden DB Fernverkehr, DB InfraGO, die Bundesnetzagentur, das bayerische Verkehrsministerium, die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) sowie regionale Mandatsträger.
Nah- und Fernverkehr nicht gegeneinander ausspielen
„Wer täglich zwischen Augsburg und München pendelt, braucht einen Nahverkehr, auf den er sich verlassen kann. Weniger Regionalzüge wären das falsche Signal – Nah- und Fernverkehr dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, betonte Holetschek. Lange verwies auf bereits laufende Gespräche und ergänzte: „Beim Runden Tisch geht es darum, alle einzubinden. Die vorhandenen Kapazitäten müssen so genutzt werden, dass Nah- und Fernverkehr gleichermaßen ihren Platz haben.“
Schwerpunkte des Treffens sollen der genaue Sachstand der Planungen ab 2028, Optionen für ein verlässliches Zugangebot sowie Möglichkeiten für Kapazitätserweiterungen auf der Trasse sein. Nach Bahnplänen könnten täglich bis zu zwölf Regionalzüge entfallen, um Platz für weitere ICE-Verbindungen zu schaffen. Termin und Ort für das Treffen stehen noch nicht fest.