Augsburg verspielt 2:0-Führung in Bremen
Der FC Augsburg hat beim SV Werder Bremen eine sicher geglaubte Führung noch aus der Hand gegeben. Nach Toren von Robin Fellhauer und Calvin Brackelmann lag der FCA bis zur 86. Minute mit 2:1 vorne, kassierte dann aber innerhalb von sieben Minuten noch zwei Gegentore und verlor mit 2:3.
Augsburg erwischte in Bremen den besseren Moment und ging nach 18 Minuten durch Fellhauer in Führung. Der Angreifer wurde von Tim Rieder mit einem perfekten Pass in die Tiefe geschickt und blieb vor Werder-Keeper Hein eiskalt. Bremen hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakte Augsburger Defensive aber nur selten klare Lösungen.
Nach der Pause erhöhte Werder den Druck – doch zunächst schlug erneut der FCA zu. Nach einer Ecke von Alexis Claude-Maurice stieg Calvin Brackelmann am kurzen Pfosten hoch und köpfte zum 2:0 ein. Anschließend entwickelte sich eine hektische Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Dahmen hielt Augsburg mehrfach stark im Spiel, auch Matsima klärte einmal auf der Linie.
In der Schlussphase kippte die Partie dann komplett. Marco Grüll verkürzte in der 66. Minute, ehe Niclas Füllkrug vier Minuten vor dem Ende den Ausgleich erzielte. In der Nachspielzeit machte Mitchell Weiser die bittere Wende perfekt und schlenzte den Ball zum 3:2 in den Winkel.
Trotz der Niederlage bleibt der Saisonstart des FCA mit sieben Punkten aus vier Spielen eine gute Grundlage. Die Mannschaft hat bereits gezeigt, dass sie auch auswärts gegen starke Gegner gefährlich auftreten kann – und bekommt in den kommenden Wochen die Gelegenheit, diese positive Entwicklung fortzusetzen.
Tore:
0:1 Fellhauer (18.)
0:2 Brackelmann (58.)
1:2 Grüll (66.)
2:2 Füllkrug (86.)
3:2 Weiser (90.+3)
Aufstellungen:
Werder Bremen: Hein – Arthur (90.+4 Schmetgens), Pieper (78. Wojcik), Friedl, Deman – Regeer, Reis (78. Musah), Chuki, Dinkci (67. Weiser), Grüll – Füllkrug
FC Augsburg: Dahmen – Banks, Matsima, Brackelmann (83. Gouweleeuw) – M. Wolf (74. Seol), Massengo (53. Keitel), Rieder, Behrens, Fellhauer, Kömür (53. Claude-Maurice) – Gregoritsch (52. Ribeiro)