Doku-Film-Festival Mondiale 2026: 13 Filme, große Fragen, viele Perspektiven
Vom 25. September bis 6. November 2026 zeigt das Doku-Film-Festival Mondiale im Zeughaus Augsburg 13 aktuelle Dokumentarfilme. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wie wollen wir leben? Wem gehört die Stadt? Was können wir angesichts von Klimakrise, Krieg und sozialer Ungleichheit verändern? Der Eintritt ist frei.
Von Bruno Stubenrauch
Das Mondiale-Team (v.l.): Marco Possi, Luisa Hagen, Patrick Jakob, Lisa Possi-Kaindl, Franziska Erhart, Bruno Marcon (Bild: Mondiale Augsburg)Dokumentarfilme können Dinge sichtbar machen, die im Alltag oft hinter Nachrichten und Schlagzeilen verschwinden. „Sie geben Menschen eine Stimme und eröffnen neue Perspektiven“, sagt Mondiale-Mitinitiator Bruno Marcon. Man wolle einen Raum für gute Filme, Beigegungen und Gespräche schaffen – und Möglichkeiten aufzeigen, selbst aktiv zu werden.
Ein Programm mit Breite und Tiefe
Das Festival spannt einen weiten Bogen: Yann Arthus-Bertrands „Natur“ zeigt die Schönheit unseres Planeten und die Folgen menschlicher Eingriffe. „Tax Wars“ blickt auf internationale Steuerflucht, „Finding Connection“ auf die emotionale Nähe zwischen Menschen und Künstlicher Intelligenz.
Lokale und globale Krisen im Fokus
Am 6. Oktober führt „Cycling Cities“ nach Augsburg und fragt, wie öffentlicher Raum lebenswerter und klimafreundlicher gestaltet werden kann. Regisseur Ingwar Perowanowitsch ist zu Gast. „Where the Waves Took Her“ begleitet eine Hebamme an Bord eines Rettungsschiffs im Mittelmeer (Gast: Regisseurin Jana Stallein, 9. Oktober). „We Are Guardians“ erzählt vom Kampf um den Amazonas, „Inside Gaza“ von Journalisten unter Kriegsbedingungen.
Stadtentwicklung und Natur
„Sternbrücke Forever“ handelt vom Kampf um eine historische Brücke in Hamburg – und damit von Stadtentwicklung und Identität. Stadtrat Bruno Marcon lädt zum Film ein und stellt die inhaltliche Brücke zur Augsburger Wohnsituation her. „Food for Profit“ untersucht die Verflechtungen von Fleischindustrie und Lobbyismus, „Mission to Marsh“ die Bedeutung von Mooren und Mangroven für den Klimaschutz.
Abschluss mit Hoffung
Den Abschluss bildet am 6. November Erwin Wagenhofers „But Beautiful“: Der Film begegnet Menschen, die bereits heute an nachhaltigen Alternativen arbeiten. „Uns interessiert, was auf der Welt passiert“, sagt Mitinitiator Marco Possi. „Aber wir wollen auch fragen: Was hat das mit uns hier in Augsburg zu tun – und was können wir daraus lernen?“
Mondiale 2026 auf einen Blick
13 Dokumentarfilme | Gespräche und Gäste
- Wann: 25. September – 6. November 2026
- Wo: Zeughaus Augsburg
- Beginn: jeweils 19 Uhr
- Eintritt: frei
Weitere Informationen und das vollständige Programm: mondiale-augsburg.de