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Mittwoch, 19.02.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

London 2012: Zweites Edelmetall für Augsburger Kanuten

Hannes Aigner vom Augsburger Kajak-Verein sorgte mit Bronze bei Olympia für eine Fortsetzung der Augsburger Festspiele.

Hannes Aigner (Foto: DKV-Olympiabroschüre)

Hannes Aigner (Foto: DKV-Olympiabroschüre)


Nach Silber am Dienstag durch Sideris Tasiadis durfte der DKV am gestrigen Mittwoch durch die Bronzemedaille von Hannes Aigner im Einer-Kajak das zweite Edelmetall bei den olympischen Slalom-Wettbewerben im Lee Valley White Water Centre feiern. Der Augsburger musste sich lediglich Olympiasieger Daniele Molmenti (Italien) und Vavrinec Hradilek (Tschechien) geschlagen geben. Lange Minuten des Wartens musste Hannes Aigner im Ziel überstehen, bis es Gewissheit war: Er hatte Bronze gewonnen. Mit seiner Zeit von 94,92 Sekunden lag er – als Sechster im Finale der besten Zehn gestartet – zunächst auf Platz zwei, ganze 14 Hundertstelsekunden hinter Hradilek. Von den vier Startern nach ihm fuhr dann nur noch Olympiasieger Daniele Molmenti an dem Augsburger vorbei.

„Die Minuten des Wartens waren schon hart. Man weiß, in den nächsten Minuten entscheidet sich, ob man eine Medaille gewonnen hat, und man hat es selbst nicht mehr in der Hand“, sagte das Augsburger Kajak-Ass, dem bei der Fahrt des letzten Starters Peter Kauzer (Slowenien) dann doch schon ein Lächeln über das Gesicht huschte: „Als er an Tor drei berührt hatte, war ich dann doch schon optimistisch.“ Dass er nur knapp an Silber vorbeigeschrammt war, beschäftigte ihn auch nach der Siegerehrung nicht wirklich: „Ich freue mich total. Sicher war es knapp zum zweiten Platz. Aber ich habe mein Ziel erreicht und war auch nach meinem Lauf mit mir selbst im Reinen, ein gutes Rennen gefahren zu sein. Und wenn ich Vierter, Fünfter oder auch Sechster geworden wäre, dann wären die anderen halt besser gewesen. So ist der dritte Platz absolut nichts, worüber ich mich ärgern müsste.“ Begeistert zeigte sich auch DKV-Präsident Thomas Konietzko: „Das war Kanu-Slalom auf höchstem Niveau. Nuancen haben heute den Unterschied gemacht. Im zweiten Finale die zweite Medaille – nun warten wir auf eine Zugabe im Rennen der Kajak-Frauen.“

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