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Donnerstag, 30.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Neugestaltung der Fuggerstraße: Stadtrat gibt grünes Licht für „Augsburg-Boulevard“

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 30. Juli hat der Augsburger Stadtrat einstimmig und ohne Aussprache die Grund­satz­ent­scheidung zur Aufwertung der Fugger­straße getroffen. Trotz des deut­lichen politi­schen Votums wird der Umbau jedoch noch Jahre auf sich warten lassen.

Von Bruno Stubenrauch

Mit dem Beschluss schließt sich das Plenum dem Stadt­ent­wicklungs­ausschuss an, der das Vorhaben bereits Anfang Juli einstimmig befürwortet hatte. Grundlage für die Umge­stal­tung bildet die Entwurfs­planung zum soge­nannten „Augsburg-Boulevard“.

Baumreihen bleiben, Flächen werden entsiegelt

Der Beschluss legt klare Prioritäten für die Neu­ge­staltung fest: Die beiden beste­henden Baumreihen entlang der Fugger­straße sollen voll­ständig erhalten bleiben. Zudem wird die Ver­waltung beauftragt, den Anteil ver­siegelter Flächen deutlich zu reduzieren. Die vor­liegende Entwurfs­planung muss nun ent­sprechend über­arbeitet werden, bevor sie dem Stadtrat als finaler Projekt­beschluss vorgelegt werden kann.

Baubeginn frühestens Mitte 2029

Wer auf eine rasche Umsetzung hofft, muss sich gedulden. Der Zeitplan der Stadt sieht vor, die Jahre 2026 und 2027 zunächst für Gutachten, die Über­ar­beitung der Planung sowie die Öffent­lich­keits­be­teiligung zu nutzen. Erst 2027 soll der end­gültige Projekt­beschluss fallen, gefolgt von der Aus­führungs­planung im Jahr 2028.

Der erste Spatenstich ist erst für Mitte 2029 eingeplant. Nadelöhr für den Baubeginn bleibt die Verlegung der Regional­busse, die derzeit noch in der Fugger­straße parken. Diese können erst umgeleitet werden, wenn das neue Regional­bus­terminal am Haupt­bahnhof fertig­gestellt ist – was nach aktuellem Stand im Sommer 2029 der Fall sein wird (DAZ berichtete). Die anschlie­ßenden Bau­arbeiten an der Fugger­straße werden sich voraus­sicht­lich minde­stens bis in das Jahr 2031 hinziehen.