Neugestaltung der Fuggerstraße: Stadtrat gibt grünes Licht für „Augsburg-Boulevard“
In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 30. Juli hat der Augsburger Stadtrat einstimmig und ohne Aussprache die Grundsatzentscheidung zur Aufwertung der Fuggerstraße getroffen. Trotz des deutlichen politischen Votums wird der Umbau jedoch noch Jahre auf sich warten lassen.
Von Bruno Stubenrauch

Mit dem Beschluss schließt sich das Plenum dem Stadtentwicklungsausschuss an, der das Vorhaben bereits Anfang Juli einstimmig befürwortet hatte. Grundlage für die Umgestaltung bildet die Entwurfsplanung zum sogenannten „Augsburg-Boulevard“.
Baumreihen bleiben, Flächen werden entsiegelt
Der Beschluss legt klare Prioritäten für die Neugestaltung fest: Die beiden bestehenden Baumreihen entlang der Fuggerstraße sollen vollständig erhalten bleiben. Zudem wird die Verwaltung beauftragt, den Anteil versiegelter Flächen deutlich zu reduzieren. Die vorliegende Entwurfsplanung muss nun entsprechend überarbeitet werden, bevor sie dem Stadtrat als finaler Projektbeschluss vorgelegt werden kann.
Baubeginn frühestens Mitte 2029
Wer auf eine rasche Umsetzung hofft, muss sich gedulden. Der Zeitplan der Stadt sieht vor, die Jahre 2026 und 2027 zunächst für Gutachten, die Überarbeitung der Planung sowie die Öffentlichkeitsbeteiligung zu nutzen. Erst 2027 soll der endgültige Projektbeschluss fallen, gefolgt von der Ausführungsplanung im Jahr 2028.
Der erste Spatenstich ist erst für Mitte 2029 eingeplant. Nadelöhr für den Baubeginn bleibt die Verlegung der Regionalbusse, die derzeit noch in der Fuggerstraße parken. Diese können erst umgeleitet werden, wenn das neue Regionalbusterminal am Hauptbahnhof fertiggestellt ist – was nach aktuellem Stand im Sommer 2029 der Fall sein wird (DAZ berichtete). Die anschließenden Bauarbeiten an der Fuggerstraße werden sich voraussichtlich mindestens bis in das Jahr 2031 hinziehen.