„Ich bin ein Teamspieler, nicht das große Alphatier, das sich jeden Tag auf die Brust schlägt und einsame Entscheidungen verkündet“
Christian Ruck im großen DAZ-Interview
Die CSU regiert seit über einem halben Jahrhundert in Bayern. „Der einzig verbliebenen Volkspartei“ (Ruck) haftet außerhalb der Metropolen München und Nürnberg immer noch das Image einer Staatspartei an. In Augsburg ist das CSU-Image, eine staatstragende Partei zu sein, spätestens in den Achtzigern verblasst. Dennoch: Als Dr. Christian Ruck vor zwei Jahren zum Bezirksvorsitzenden der Augsburger CSU gewählt wurde, gab es in der Kongresshalle ein riesiges Medienaufgebot. Ministerpräsident Horst Seehofer war nicht nur zur Verabschiedung von Rucks Vorgänger Bernd Kränzle angereist, sondern auch, um dem neuen Chef der Augsburger CSU zu gratulieren und ihm eine glückliche Hand zu wünschen. Nachdem sich Ruck bei der Wahl zum neuen Bezirksvorsitzenden knapp gegen Johannes Hintersberger durchgesetzt hatte, gab es für ihn damals von allen Delegierten großen Applaus. Neutrale Beobachter hatten das Gefühl, es gehe ein Ruck durch die Partei. So ähnlich wurde damals unter den Presseleuten gekalauert. Nach zwei Jahren Bezirksvorsitz steht der Chef der Augsburger CSU vor einem Scherbenhaufen. Im DAZ-Interview wird von Christian Ruck unverblümt herausgearbeitet, wie es dazu kam, wie groß der Scherbenhaufen ist – und wie gefährlich die Situation insgesamt für die Augsburger CSU ist.
