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Donnerstag, 16.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Grüne: Theatersanierung nur ohne Neuverschuldung

Die Augsburger Grünen befinden sich in Sachen Theatersanierung in einem Dilemma: Einerseits sprechen sie sich in ihrem Wahlprogramm für ein Dreispartenhaus aus, anderseits für einen Schuldenstopp.

Theater Augsburg: Bühnenturm

Theater Augsburg: Bühnenturm


Dass die Stadt Augsburg ihren derzeitigen Sanierungsanteil von zirka 82 Millionen Euro ohne Neuverschuldung abfinanziert bekommt,  erscheint derzeit als nicht sehr wahrscheinlich, dennoch halten die Grünen an ihrer Maximalforderung fest: „Die Sanierung ohne Neuverschuldung zu stemmen ist für uns Grüne entsprechend des Grünen Wahlprogramms und der Kooperationsvereinbarung Grundvoraussetzung“, so die Grüne Stadträtin Verena von Mutius in ihrer Rede im Juli-Stadtrat. Wie denn die Grünen reagieren würden, müsste die Theatersanierung mit Kreditaufnahmen finanziert werden, wollte die DAZ von der Fraktionsvorsitzenden Martina Wild wissen: Wild ging darauf nicht ein: „Die Grünen setzen sich sowohl für eine Sanierung des Theaters Augsburg als auch für eine nachhaltige Finanzpolitik und Haushaltskonsolidierung ein. Beide Themen sind in unserem grünen Wahlprogramm und in der Kooperationsvereinbarung enthalten. Wir setzen uns daher selbstverständlich dafür ein, dass beide Themen umgesetzt werden – als Grüne wie auch innerhalb der Kooperation.“

Die Vorsitzende der Grünen hat weniger Respekt vor der Möglichkeitsform. Marianne Weiß will die Stadtversammlung in Sachen Theatersanierung entscheiden lassen. Auf einer Grünen Stadtversammlung dürfen alle Grünen Mitglieder abstimmen. Falls die Theatersanierung mit einer weiteren Kreditaufnahme gestemmt werden müsste, müssten wir unsere Mitglieder abstimmen lassen, denn dann befänden wir uns in einem Dilemma, das nur die Basis lösen könnte“, so Weiß zur DAZ auf Anfrage.