DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Mittwoch, 03.08.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Freie Wähler kommentieren Maxfest-Absage zweistimmig

Die Stellungnahme der Freien Wähler zur Absage von max 11 kam spät, aber dafür zweifach. Zuerst meldete sich der zweite Vorsitzende Volker Schafitel zu Wort, wenig später ging Rose-Marie Kranzfelder-Poth an die Öffentlichkeit.

Zwischen klarem Bekenntnis und gigantischem Schrott: Rose-Marie Kranzfelder-Poth

Klares Bekenntnis zu gigantischem Schrott: Rose-Marie Kranzfelder-Poth


Volker Schafitel, stellvertretender Vorsitzender der Freien Wähler erklärte gestern via Pressemitteilung den im Februar vom Augsburger Stadtrat abgeschmetterten FW-Antrag als verschenkte Möglichkeit, das Maxfest „zu kultivieren“. Die Freien Wählen beantragten damals, dass man ab 20 Uhr 5 Euro Eintritt beim Maxfest erheben solle. „Dadurch sollte das Maxfest unabhängig von Sponsoren werden und der kulturelle Anteil des Festes an Bedeutung gewinnen. (…) Wie wir heute wissen, führte der Weg der Stadtregierung, der von SPD und Grünen unterstützt wurde, ins Aus für das Maxfest 2011. Auch der Veranstalter CIA verweigerte konsequent dieses Lösungskonzept. Wenn sich heute die Befürworter und Unterstützer dieses Konzeptes über dessen Scheitern beklagen und sich gegenseitig die Schuld daran zuschieben, ist das unehrlich. Sie haben es gemeinsam verbockt!“, so Schafitel.

„Wir gaben ein klares Bekenntnis zum Straßenfest in der Maxstraße ab“

Rose-Marie Kranzfelder-Poth, Fraktionsvorsitzende der dreiköpfigen FW-Fraktion, nahm gestern dagegen allein die Stadtregierung ins Visier. „Wir gaben ein klares Bekenntnis zum Straßenfest in der Maxstraße ab, meldeten unsere Bedenken an und schlugen konstruktive Lösungsansätze vor“, so Kranzfelder-Poth, die ebenfalls via Pressemitteilung bedauerte, dass sich die damaligen Befürchtungen der Freien Wähler als richtig herausgestellt hätten. Die Stadtregierung müsse sich nun den Vorwurf gefallen lassen, dass sie mal wieder unprofessionell gehandelt habe, so Kranzfelder-Poth, die sich noch vor fünf Monaten gegenüber der DAZ in einem sehr emotional gehaltenen Schreiben als rigorose Maxfest-Gegnerin ausgab: „Und dann bricht seit Jahren im Juli in eben dieser Straße plötzlich etwas los, was in Worte kaum zu fassen ist. Sie wird gesperrt, hinter riesigen Aluglobalgerüsten verschwindet die „Kulisse von europäischem Rang“. Ein gigantischer Schrott mit gigantischen Scheinwerfern und gigantischen Lautsprechern vermüllt die Straße, um dann drei Tage lang einer wogenden Menschenmasse mit dröhnender Beschallung bis in die frühen Morgenstunden als Ort der Beliebigkeit von Konsum, Rausch und Pseudobegegnung zu dienen“.