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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA gegen Dortmund eine Halbzeit auf Augenhöhe

Borussia Dortmund gewinnt in Augsburg am siebten Spieltag der Fußballbundesliga vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften WWK Arena gegen den FCA mit 1:2. Der BVB ging durch Andrij Yarmolenko (4.) früh in Führung, Caiuby glich für Augsburg aus (11.). Shinji Kagawa sorgte mit einem sehenswerten Kunstschuss für den 2:1-Siegtreffer der Dortmunder (23.).

FCA- Trainer Manuel Baum wechselte nach dem 0:0 in Stuttgart zweimal: Baier ersetzte nach abgesessener Sperre Kacar und Gregoritsch sollte für Koo in die Startelf rutschen. In der ersten Hälfte war der BVB deutlich überlegen und hätte die Partie frühzeitig entscheiden können, wäre Aubameyang mit seinen Topchancen nicht so fahrlässig umgegangen. In der zweiten Halbzeit kam der FCA besser in die Zweikämpfe und trieb das Spiel mit Willen und Kraft Richtung Dortmunder Tor – ohne einen weiteren Treffer zu erzielen.

Der BVB wollte von Beginn an seine Ballsicherheit mit schnellen Angriffen in Tore ummünzen. Besonders Yarmolenko war geschmeidig unterwegs und brachte die FCA-Abwehr öfters in Verlegenheit. In der 4. Minute erzielte er mit der Hacke aus einem Getümmel heraus das 1:0 für den BVB. Der FCA konnte umgehend mit seinem einzigen ernsthaften Angriff in der ersten Hälfte auf 1:1 stellen: Max konnte mit viel Raum und Zeit von links flanken, Caiuby köpfte wuchtig aus kurzer Distanz zum Ausgleich (11.). Danach sollte die Borussia dominieren.

Aubameyang hatte das 2:1 auf dem Fuß, zeigte aber zu wenig Präzision (15.). Nach einem groben Patzer ging der BVB in Führung. Hinteregger und Max fehlte im „Nimm-ihn-du-ich-hab-ihn-sicher-Modus“ die Cleverness und der bereits sicher geglaubte Ball lief über Aubameyang und Yarmolenko zu Kagawa, der mit einem überragenden Heber Hitz keine Chance ließ: 2:1 (23.). Anschließend musste man fürchten, dass der FCA zu Hause abgeschossen wird, doch Dortmund ging zu fahrig mit seinen Möglichkeiten um. Allen voran Aubameyang, der in der 32. Minute an Schönheit und unnötigen Übersteigern starb und an Hitz scheiterte, statt die Vorentscheidung zu erzwingen.

Die Offensive der Augsburger zeigte wenig Durchschlagskraft. Alfred Finnbogason war abgemeldet und Gregoritsch schwer anspielbar. Noch vor der Pause musste Augsburg verletzungsbedingt wechseln: Khedira wurde durch Koo ersetzt.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 31 25-03-03 84:22 (+62) 78
2.FC Schalke 04 31 16-08-07 49:35 (+14) 56
3.Borussia Dortmund 31 15-09-07 61:41 (+20) 54
4.Bayer 04 Leverkusen 31 14-09-08 55:41 (+14) 51
5.1899 Hoffenheim 31 13-10-08 60:44 (+16) 49
6.RB Leipzig 31 13-08-10 47:47 (0) 47
7.Eintracht Frankfurt 31 13-07-11 41:40 (+1) 46
8.Borussia Mönchengladbach 31 12-07-12 42:48 (-6) 43
9.Hertha BSC 31 10-12-09 38:35 (+3) 42
10.VfB Stuttgart 31 12-06-13 29:35 (-6) 42
11.FC Augsburg 31 10-10-11 40:40 (0) 40
12.Werder Bremen 31 09-10-12 34:38 (-4) 37
13.Hannover 96 31 09-09-13 38:47 (-9) 36
14.VfL Wolfsburg 31 05-15-11 30:40 (-10) 30
15.1. FSV Mainz 05 31 07-09-15 32:49 (-17) 30
16.SC Freiburg 31 06-12-13 26:51 (-25) 30
17.Hamburger SV 31 06-07-18 24:48 (-24) 25
18.1. FC Köln 31 05-07-19 31:60 (-29) 22
Nach dem Wechsel zeigte der FCA seine kämpferischen Stärken und drängte die Borussia in ihre Hälfte, doch mehr als Eckbälle und Freistöße sollten dabei nicht herausspringen. Das Spiel schien zu kippen; Dortmund stand unter Druck. Nach einer Ecke kam Caiuby zum Kopfball, den Bürki reaktionsschnell von der Linie wischte. In der Schlussphase sah der externe Schiedsrichter ein Foul im FCA-Strafraum und der Schiedrichter auf dem Platz (Marco Fritz) sollte sich damit einverstanden erklären: Piszczek war von Koo am Trikot gezogen worden. Mit Verzögerung gab es Elfer für Borussia und Aubameyang trat an, hob das Leder in die Mitte, wo Hitz stand und es mühelos aufnahm (80.). In den letzten zehn Minuten setzte der FCA zu einem fulminanten Schlussspurt an, doch mangels Präzision sollte kein Tor mehr fallen.

„Wir haben es verpasst, ein zweites Tor zu machen. In der ersten Hälfte waren wir insgesamt zu passiv und haben die Bälle zu leicht dem Gegner überlassen. Es freut mich aber, wie mutig meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit aufgetreten ist und sich etwas zugetraut hat. Dennoch wäre nach 90 Minuten ein Punkt definitiv verdient gewesen.“ So kommentierte FCA-Trainer Baum das Geschehen.

FCA: Marwin Hitz; – Daniel Opare; Jeffrey Gouweleeuw; Martin Hinteregger; Philipp Max; – Rani Khedira; Marcel Heller; Francisco da Silva Caiuby; Michael Gregoritsch; Daniel Baier; – Alfred Finnbogason;

Eingewechselt: Ja-Cheol Koo (38.); Erik Thommy (81.); Sergio Córdova (67.);

Ausgewechselt: Rani Khedira (38.); Marcel Heller (81.); Michael Gregoritsch (67.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Kevin Danso; Konstantinos Stafylidis; Jonathan Schmid;

Tore:

0:1 Andrij Jarmolenko (4.)

1:1 Francisco da Silva Caiuby (11.)

1:2 Shinji Kagawa (23.)



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