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Sonntag, 28.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Einfache Fragestellung zum Bürgerbegehren Königsplatz

Die Initiatoren des „Tunnelbegehrens“ haben sich auf ein schlichte Fragestellung verständigt: „Muss die Stadt zur Gewährleistung eines flüssigen motorisierten Individualverkehrs unter dem Königsplatz zur Verbindung von Konrad-Adenauer-Allee und Fuggerstraße einen Tunnel bauen?“



Das dritte Bürgerbegehren zum Kö-Umbau geht in Richtung „initiierendes Bürgerbegehren“, da man etwas Neues erreichen möchte. Ganz neu ist die Idee der Königsplatzunterführung allerdings nicht. Auslöser des Bürgerbegehrens ist das CSU-Wahlversprechen der Kommunalwahl 2007/08 „Tunnel statt Chaos“, das die Initiatoren durch die aktuelle Planung der Stadtregierung konterkariert sehen. Sie greifen dabei eine Aussage des Wahlkämpfers und OB-Kandidaten Kurt Gribl auf: „Zentraler Gedanke ist, dass die Innenkernstadt verkehrsentlastet wird und durch einen gleichmäßig fließenden Verkehr gewährleistet ist, dass jeder mit kurzen Wegen überall in die Innenstadt hineinkommt“.

In der Begründung ihres Begehrens führen die Initiatoren an, dass die aktuelle Verkehrsplanung der Stadtregierung in der Rush-Hour erhebliche Behinderungen für den öffentlichen Personennahverkehr und den motorisierten Individualverkehr in der Innenstadt und aufwendige Baumaßnahmen in der gesamten Innenstadt zur Folge haben wird. Ein Tunnel unter dem Königsplatz als Verbindung zwischen Konrad-Adenauer-Allee und Fuggerstraße könne diese Belastungssituationen vermeiden. Mit dem Tunnelbau bliebe die Innenstadt erreichbar und würde für die Bürger und den Einzelhandel attraktiver bleiben.

„Wir gehen unter der Katharinengasse unter die Erde und kommen in Höhe des Schuhhauses Salamander wieder heraus“: die Initiatoren Gottfried Schröder, Erika Still-Hackel, Wolf Noack (v.l. – Foto: A. Liebmann)