Aktion im Römerlager: Fußballtrikot als Eintrittskarte
Vom 11. Juni bis 19. Juli erwartet Fußballfans im Zeughaus eine besondere Überraschung: Wer in einem Fußballtrikot kommt, erhält freien Eintritt ins Römerlager. Grund dafür ist die kleine Sonderschau „Römer am Elfmeterpunkt“. Die Ausstellung verbindet auf unterhaltsame Weise Archäologie mit Fußball – und zeigt, was ein Bundesligaverein mit den Römern zu tun hat.
Von Bruno Stubenrauch

Venus am Elfmeterpunkt – © Monika Harrer/KMA (aus der Ausstellung „Römer am Elfmeterpunkt“ im Römerlager im Zeughaus)
Wo heute die WWK Arena steht, war vor rund 2000 Jahren eine römische Siedlung. Bei Bauarbeiten kamen Schmuck, Glasgefäße und Amphoren aus Rhodos und Spanien zutage – Zeugnisse einer blühenden Handelsstadt. Die aktuellste Ausgrabung im Jahr 2024 legte einen monumentalen Brauchwasserkanal frei, der bereits im frühen 1. Jahrhundert gebaut wurde und bis ins 5. Jahrhundert in Betrieb war. Mit einem Gefälle von drei Promille leitete er bis zu 1.000 Liter pro Sekunde – Antriebsenergie für Mühlen und Grundlage für Handwerk und Fischfang. Die Fundstücke sind nun im Römerlager zu sehen (DAZ berichtete).
Römertrikots und ein römischer Pinienzapfen
Die Schau mit dem offiziellen Titel „Römer am Elfmeterpunkt – Was hat der FCA mit Augusta Vindelicum zu tun?“ blickt aber auch auf die Gegenwart. Der FC Augsburg greift die römische Vergangenheit der Stadt bewusst auf: Der einzige Bundesligist mit einem römischen Steindenkmal im Wappen trägt die Zirbelnuss (Pinienzapfen) ebenso wie das Stadtwappen. Sein Spielertunnel ist im Römerlook gestaltet, und die limitierten Römertrikots waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Die Ausstellung thematisiert diese Bezüge mit einem Augenzwinkern, ohne Partei zu ergreifen – und lädt dazu ein, den Fußballplatz einmal als archäologische Fundstätte zu betrachten.
Die Sonderausstellung ist bis Ende 2026 im Römerlager im Zeughaus zu sehen. Die Aktion mit dem freien Eintritt für Trikot-Träger gilt vom 11. Juni bis 19. Juli.