Die Augsburger Zeitung

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Freitag, 23.2.2018 • Nr. 54 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
Die Linke
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Gleiche Rechte für alle sexuellen Identitäten

DEMO am CSD, 14.08.2010, 11 Uhr, Rathausplatz

Am 14. August 2010 findet in Augsburg der 13. CSD statt, ein Tag der zum einen an die Aufstände in der New Yorker Christopher Street erinnern soll, zum anderen ein gelungener Anlass ist so richtig die Sau rauszulassen, nicht zuletzt aber auch genutzt werden muss, um noch immer herrschenden Vorurteilen und homophobem Gedankengut den Kampf anzusagen.

Aber gemeinsam stellten wir fest, dass es in Augsburg zwar Szenekneipe, Jugendgruppen und sogar einen Verein zum CSD gibt … doch eine politische Interessenvertretung fehlt. Nein, sogar noch viel schlimmer … es scheint fast so, als ob die momentan herrschenden politischen Verhältnisse akzeptiert und für gut befunden würden.

So gehört z.B. der Schirmherr des AUGSBURGER CSDs, Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl einer Unions-Partei an, von denen eine erst kürzlich wieder durch homophobe Äußerungen (sogar im Zusammenhang mit dem CSD) in den Schlagzeilen stand. Der sächsische CDU-Politiker Kai Hähner diskriminierte Homosexuelle ganz offen im Zusammenhang mit dem Leipziger CSD. Seine Äußerungen machen deutlich, dass der Hass auf Nicht-Heterosexuelle nach wie vor trauriger Alltag in Deutschland ist. Wir erwarten, dass OB Dr. Kurt Gribl sich ganz klar von den Äußerungen seines Kollegen distanziert. Ansonsten sind Politiker einer Partei, die nach solch menschenverachtenden Äußerungen ihrer Vertreter nichtmals Konsequenzen zieht, denkbar ungeeignet als Schirmherren des CSDs und stellen eine Verhöhnung des 1969 in der Ney Yorker Christoper Street stattgefundenen Protests dar.

Angesichts dieser Zustände ist es bitter notwendig, zum diesjährigen CSD AUGSBURG endlich wieder ernstzunehmende politische Forderungen zu artikulieren. Wir müssen klar machen, dass wir für eine andere Gesellschaft kämpfen. Für eine tolerante, solidarische und soziale Gesellschaft, jenseits von Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat.

Die herrschende Politik der sozialen Spaltung richtet sich auch gegen Queers, denn sie fördert, unterstützt durch die bürgerlichen Medien, Ausgrenzungsprozesse. Wir wenden uns deshalb gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in jeder Form, ob sie nun Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuelle trifft oder MigrantInnen, Langzeiterwerbslose, prekär Beschäftigte, RentnerInnen und Jugendliche. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen, sondern sagen solidarisch denjenigen den Kampf an, die mit ihrer Politik unseren Sozialstaat sowie unser solidarisches Gesundheitswesen zerstören und damit auch die Demokratie der Profitgier eines ungebremsten Kapitalismus.

Kommt am 14.08.2010 zur Demo anlässlich des CSD-AUGSBURG.
Los geht der Spaß ab 11 Uhr am Rathausplatz.

Frederik Hintermayr
Jugendpolitischer Sprecher DIE LINKE.KV Augsburg




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