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Freitag, 31.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Stadtrat: Entscheidung über Beauftragte vertagt

Bruno Marcon von Augsburg in Bürgerhand war in der Stadtrats­sitzung vom 30. Juli mit seinem Dringlich­keits­antrag erfolg­reich: OB Dr. Florian Freund hat den umstrit­tenen Punkt, sieben Sonder­posten für Stadträte einzu­richten, von der Tages­ordnung genommen.

Von Bruno Stubenrauch

Marcon hatte einen Tag vor der Sitzung beantragt, das Thema „Beauftragte“ komplett von der Tages­ordnung zu streichen (DAZ berichtete). Die Heraus­nahme vollzog OB Dr. Florian Freund im Punkt Ö 2 „Festsetzung der endgültigen Tagesordnung“ mit kurzen und klaren Worten:

Beauftragte des Stadtrates: Hier gibt es eine einen Dring­lich­keits­antrag von Bruno Marcon, der Beratungs­bedarf angemeldet hat. Nach kurzer Dis­kussion jetzt auch mit den Kolle­ginnen und Kollegen der ver­schie­denen Frak­tionen würden wir diesem Antrag nachgeben und ent­sprechend die Beauf­tragten heute von der Tages­ordnung nehmen, um dem Beratungs­bedarf hier noch Rechnung zu tragen. Ich hoffe das ist dann ganz in ihrem Sinne.

Die geänderte Tagesordnung wurde einstimmig beschlossen. Der Punkt „Beauftragte“ wird also frühestens in der ersten Stadt­rats­sitzung nach der Sommer­pause am 24. Sep­tember wieder Thema im Plenum sein.

Was Beauftragte sind

Die geplanten Beauftragten des Stadtrates sollen einzelne Rats­mit­glieder sein, die sich um besonders wichtige Herzens­themen kümmern und als direkte Brücke zwischen Bürge­rinnen, Politik und Stadt­ver­waltung anpacken. Sie beraten den Stadtrat, bringen frische Ideen ein und haben stets ein offenes Ohr für die Stadt­gesell­schaft. Konkret soll es dafür sieben Spezial­bereiche geben:

  • Inklusion und kulturelle Teilhabe,
  • Mittelstand und Wirtschaftsförderung,
  • Sport und Olympiabewerbung,
  • Start-ups und Gründerszene,
  • Ehrenamtliches Engagement,
  • Umwelt- und Klimaschutz,
  • Kinder, Jugend und Familie.

Die Beauftragten sollen einen 30-prozentigen Zuschlag – etwa 500 Euro monatlich – auf ihre Aufwands­ent­schädigung als Stadträte erhalten.