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Sonntag, 17.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Stadtrat behandelt ersten bildungs­politischen Antrag

Die neue Augsburger Stadtregierung legt ein hohes Tempo vor: Bereits in der Stadt­rats­sitzung am Donners­tag, 21. Mai, steht ein erster größerer bildungs­politi­scher Antrag auf der Tages­ordnung. Die CSU-Fraktion hatte ihn erst am 6. Mai eingebracht. Thema ist der mögliche Ausbau der Realschul­kapazi­täten am Standort der Bischof-Ulrich-Realschule in der Sommestraße.

Von Bruno Stubenrauch

Bei der Sitzung handelt es sich um die erste reguläre Arbeits­sitzung des neuen Stadtrats. Die voran­ge­gangenen Sitzungen am 4. und 13. Mai dienten vor allem der Konstitu­ierung der neuen Stadt­regierung sowie der Besetzung von Referaten, Ausschüssen und weiteren leitenden Funktionen.

Prüfung eines weiteren Realschulzugs

In ihrem Antrag fordert die CSU-Fraktion die Verwal­tung auf zu prüfen, „inwieweit gemeinsam mit dem Landkreis Augsburg und dem Schulwerk der Diözese Augsburg am Standort der Bischof-Ulrich-Realschule ein weiterer Real­schul­zug für rund 180 Schü­lerinnen und Schüler umgesetzt“ werden könne. Ebenso solle geklärt werden, wie eine Finan­zierung des Vorhabens gestaltet werden könnte.

Hintergrund ist laut Antrag ein bereits beste­hender städte­baulicher Vertrag. Dieser sehe bislang den Bau eines Büro­gebäudes für das Schulwerk der Diözese Augsburg vor. Aufgrund des stei­genden Bedarfs an Real­schul­plätzen in Stadt und Landkreis könne sich das Schulwerk nun jedoch vorstellen, statt­dessen ein zusätz­liches Schul­gebäude zu errichten – bei gleicher Gebäudekubatur.

Entlastung bis zum Neubau in Lechhausen

Nach Angaben der CSU hätten erste Vorge­spräche mit dem Bau­ordnungs­amt bereits positive Signale ergeben. In einem nächsten Schritt müssten nun die konkreten Rahmen­be­dingungen sowie insbe­sondere die finan­zielle Beteili­gung der Stadt Augsburg geklärt werden.

Mit dem zusätzlichen Realschulzug könnten nach Ein­schätzung der Antrag­steller bis zur Fertig­stellung des geplanten Realschul­neubaus in Lechhausen im Jahr 2036 zusätz­liche Kapazi­täten geschaffen werden. Dadurch solle eine „adäquate Realschul­beschulung“ für zahlreiche Schüle­rinnen und Schüler sicher­gestellt werden.


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