CSU fordert zusätzlichen Realschulzug in der Innenstadt
Die CSU-Stadtratsfraktion will eine schnelle Lösung für die angespannte Realschulsituation in Augsburg. Mit einem Antrag soll die Stadt prüfen, ob an der Bischof-Ulrich-Realschule ein zusätzlicher Zug mit rund 180 Schülern eingerichtet werden kann. Hintergrund sind die Verzögerungen beim Neubau der Realschule Augsburg-Ost, deren Fertigstellung erst für 2036 geplant ist.
Von Bruno Stubenrauch
Symbolbild
Die CSU-Fraktion setzt sich für eine pragmatische Übergangslösung ein: Auf dem Grundstück der Bischof-Ulrich-Realschule, wo ursprünglich ein Bürogebäude vorgesehen war, soll stattdessen ein zusätzliches Schulgebäude entstehen. Das Schulwerk der Diözese Augsburg hat bereits Zustimmung signalisiert, erste Abstimmungen mit dem Bauordnungsamt verliefen positiv.
Schulplatz für alle
Altoberbürgermeisterin Eva Weber betont: „Wir sehen einen klaren Bedarf an zusätzlichen Realschulplätzen.“ Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ruth Hintersberger ergänzt: „Für uns steht im Mittelpunkt, dass alle Schüler einen guten und verlässlichen Schulplatz erhalten.“
Die Dringlichkeit ergibt sich aus den Planungen für die neue Realschule im Osten der Stadt (Albrecht-Dürer-Straße): Nach einem Stadtratsbeschluss vom Oktober 2025 ist deren Fertigstellung erst für das Jahr 2036 vorgesehen – eine Wartezeit von mehr als zehn Jahren (DAZ berichtete). Die CSU will nun mit der Bischof-Ulrich-Lösung schneller Entlastung schaffen, bis der Neubau in Lechhausen steht. Mit dem Antrag sollen die konkreten Rahmenbedingungen, insbesondere Finanzierung und Beteiligung der Stadt, geklärt werden.
