DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Mittwoch, 06.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

CSU fordert zusätzlichen Realschulzug in der Innenstadt

Die CSU-Stadtratsfraktion will eine schnelle Lösung für die ange­spannte Real­schul­situation in Augsburg. Mit einem Antrag soll die Stadt prüfen, ob an der Bischof-Ulrich-Realschule ein zusätz­licher Zug mit rund 180 Schülern ein­ge­richtet werden kann. Hintergrund sind die Verzöge­rungen beim Neubau der Realschule Augsburg-Ost, deren Fertig­stellung erst für 2036 geplant ist.

Von Bruno Stubenrauch

Symbolbild

Die CSU-Fraktion setzt sich für eine prag­matische Über­gangs­lösung ein: Auf dem Grundstück der Bischof-Ulrich-Realschule, wo ursprüng­lich ein Bürogebäude vorgesehen war, soll statt­dessen ein zusätz­liches Schulgebäude entstehen. Das Schulwerk der Diözese Augsburg hat bereits Zustimmung signali­siert, erste Abstim­mungen mit dem Bau­ordnungs­amt verliefen positiv.

Schulplatz für alle

Altoberbürgermeisterin Eva Weber betont: „Wir sehen einen klaren Bedarf an zusätz­lichen Real­schul­plätzen.“ Die stell­ver­tretende Fraktions­vor­sitzende Ruth Hintersberger ergänzt: „Für uns steht im Mittelpunkt, dass alle Schüler einen guten und verläss­lichen Schulplatz erhalten.“

Die Dringlichkeit ergibt sich aus den Planungen für die neue Real­schule im Osten der Stadt (Albrecht-Dürer-Straße): Nach einem Stadt­rats­beschluss vom Oktober 2025 ist deren Fertig­stellung erst für das Jahr 2036 vorgesehen – eine Wartezeit von mehr als zehn Jahren (DAZ berichtete). Die CSU will nun mit der Bischof-Ulrich-Lösung schneller Entlastung schaffen, bis der Neubau in Lechhausen steht. Mit dem Antrag sollen die konkreten Rahmen­be­dingungen, insbe­sondere Finan­zierung und Beteili­gung der Stadt, geklärt werden.