Kommunalwahl: SPD präsentiert Schlusskampagne
Bei einem Pressetermin am gestrigen Mittwoch hat der SPD-OB-Kandidat Dr. Florian Freund rund vier Wochen vor der Kommunalwahl seine politische Agenda zusammengefasst. Unter dem Leitmotiv „Ordnung. Sicherheit. Zukunft.“ warb Freund für einen Neustart in der Stadtpolitik und erklärte die Stichwahl gegen Amtsinhaberin Eva Weber zum ersten Etappenziel.
Von Bruno Stubenrauch
OB-Kandidat Florian Freund stellt Schlusskampagne zur Kommunalwahl vor (Foto: SPD Augsburg)
Freund kritisierte Stillstand und mangelnde Umsetzungsstärke der aktuellen Stadtspitze und sieht in Augsburg einen spürbaren Wunsch nach Veränderung. Ziel seiner Agenda sei es, die Stadt wieder handlungsfähig zu machen und zentrale Projekte konsequent voranzubringen.
Inhaltlich setzt Freund Schwerpunkte bei Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum, unter anderem durch eine Stärkung der Stadtreinigung und einen neu aufgestellten Ordnungsdienst. Auch die Schulen sollen profitieren: Dauerprovisorien sollen beendet, die Ausstattung verbessert und bis 2032 alle Schultoiletten saniert werden. Im Verkehrsbereich kündigte Freund die Rückkehr zum 5-Minuten-Takt im ÖPNV sowie attraktivere Tickets für Schüler und Senioren an.
Beim Thema Sicherheit betonte Freund die Bedeutung gut gestalteter und beleuchteter öffentlicher Räume, ausdrücklich auch aus weiblicher Perspektive. Zudem wolle er dem Wohnungsbau wieder höchste Priorität einräumen und Genehmigungsverfahren vereinfachen.
Zukunftsprojekte und Verwaltungsreform
Als Zukunftsprojekte nannte Freund unter anderem die Fuggerpromenade sowie eine stärkere Ausrichtung Augsburgs als Wirtschafts- und MedTech-Standort. Wirtschaftspolitik solle zur Chefsache des Oberbürgermeisters werden. Voraussetzung für all dies sei eine neu organisierte Verwaltung mit klaren Zuständigkeiten, kürzeren Entscheidungswegen und einem Kulturwandel hin zu mehr Pragmatismus.
Abschließend kündigte Freund für die ersten 100 Tage nach der Wahl einen Kassensturz an. Augsburg habe kein Einnahmen-, sondern ein Prioritätenproblem, so der SPD-Kandidat.
