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Sonntag, 08.02.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Politik

Baum-Allianz kritisiert Bürgerbegehren

Die Baum-Allianz Augsburg äußerte am Wochenende starke Vorbehalte gegenüber den beiden kürzlich gestarteten Bürgerbegehren „7000 Bäume“ und „Herz-OP für die Tram“. Besonders der geplante Tram-Ring um die Altstadt steht in der Kritik der Baumschützer.

Von Bruno Stubenrauch

Tram durch die Grünanlage an der Jakoberwallstraße JA oder NEIN? Hier unterscheiden sich Baum-Allianz und Bürgerbegehren (Symbolbild)

Zwar werde das Begehren „7000 Bäume“ inhaltlich begrüßt, allerdings zweifelt die Allianz an der Umsetz­bar­keit, da konkrete Pflanz­standorte fehlen. Ohne klare Planung bleibe das Vorhaben aus ihrer Sicht unverbindlich.

Keine Großprojekte auf Kosten gewachsenen Baumbestands

Deutlich ablehnend äußert sich die Baum-Allianz zum Bürger­begehren „Herz-OP für die Tram“. Es beinhalte erheb­liche Risiken für wertvolle Bestands­bäume, insbe­sondere durch mögliche Baum­fällungen an der Jakober­wall­straße nahe der City-Galerie. Nach Ein­schätzung von Stadt und Stadt­werken müssten dort mehrere Baum­reihen weichen, ohne dass ein klarer zusätz­licher Nutzen für den öffent­lichen Verkehr erkennbar sei. Dies würde einen schweren Eingriff in gewachsene Grün­strukturen bedeuten. Damit stehe das Projekt im Wider­spruch zu einer klima­resili­enten Stadt­ent­wicklung. Groß­projekte dürften nicht auf Kosten des gewach­senen Baum­bestands gehen. Auch die geschätzten Kosten von rund 120 Milli­onen Euro für den Tram-Ring seien schwer vermittelbar.

Die Baum-Allianz betont, dass Augsburg vor allem den Erhalt und die Pflege beste­hender, teils jahr­zehnte­alter Bäume benötige. Diese tragen bereits heute wesentlich zu Kühlung, Luft­rein­haltung, Wasser­speicherung und Bio­diversität bei und seien durch Neu­pflanzungen – wie im Bürger­begehren als Vision enthalten – nicht kurzfristig ersetzbar.


Weiterführende Links:

Was Stadt und Stadtwerke zur Jakoberwallstraße sagen
Bürgerbegehren Tram-Ring natürlich

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