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Donnerstag, 07.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Was wurde alles versprochen

STADTRAT STEFAN QUARG SPD HOCHZOLL LISTE 2 / PLATZ 3 AM 16. MÄRZ 2014

STADTRAT STEFAN QUARG

SPD HOCHZOLL LISTE 2 / PLATZ 3

AM 16. MÄRZ 2014


Die baumgesäumte Trettachstraße endet im Süden Hochzolls leider an einem Metallgestänge, momentan voller Wahlplakate. Hier könnte man stattdessen etwas Besonderes erwarten.

Das “Besondere” wäre ein neu gestalteter Zwölf-Apostel-Platz ohne Gestänge, mit barrierefreien Treppen, einem großen Cafe und einer gänzlich neuen Gestaltung. Der ZwAPl, wie HochzollerInnen ihren Platz auch nennen, ist in seiner Raumwirkung und Ausrichtung zur Kirche immer noch ein vitales Kleinzentrum in unserer Stadt.

An zwei Tagen, am Mittwoch und Freitag pulsiert der ZwAPl mit Marktständen und viel Ratsch und Tratsch. Toll!

Wären da nicht auf dem höher gelegenen Hauptplatz zig tiefe Belagslöcher, sodass Kinder und Erwachsene sturzgefährdet sind. Die Waschbetonplatten sind zahlreich gebrochen und die Betonbecken weisen Frostschäden auf.

Dass mit diesem urbanen Platz etwas geschehen muss, ist und war nachvollziehbar. Ein Realisierungs- und Ideenwettbewerb 2012/13 war deshalb unabdingbar.

Als fachlicher Beobachter musste man nun davon ausgehen, dass die Vorgaben zu dem Wettbewerb mit den Protagonisten vor Ort schon abgesprochen und evtl. Ziele abgesteckt worden waren, damit die Wettbewerbsidee letztlich baulich 1:1 realisierbar würde. Eben eine Realisierungsgrundlage für den Zwölf-Apostel-Platz.

Nach gut einem Jahr (!!) werden die Marktbeschicker nicht auf den erhabenen Platz umsiedeln sondern, wie bisher, auf der früheren Tramtrasse bleiben, da hier die Anfahrt und Aufstellflächen gut funktionieren. Zudem wird der neue breite Nordzugang nicht möglich sein, weil man überrascht ist, dass private Läden nicht “mir und dir nichts” weichen werden. Das geplante Wasserbecken kommt auch nicht. Was geschieht dann eigentlich mit dem neuen ZwAPl und wem soll er nützen?

Unterm Strich haben Pro Forma-Bürgerinfos mehr Frust als Lust hinterlassen. Wieder einmal trifft der Vorwurf zu, wonach Versprechen schnell gegeben sind. Sie einhalten wohl aber schwer fällt.

In Hochzoll-Mitte wurde 2009 entschieden, ein Zentrum zu schaffen. 2014 ist der Bebauungsplan hierfür immer noch nicht fertig. Infos zu diesem Vorhaben bekamen selbst direkt betroffene Bürger nur aus dem Internet oder durch Zufall.

Je 50.000,00 € wurde im Haushalt 2014 für die weitere Entwicklung der Stadtteile Hochzoll und Lechhausen eingestellt. Damit kann man gerade die Stadtteilmanager bezahlen.

Wer Wein predigt, darf dann nicht Wasser ausschenken! Gott sei Dank ist am 16. März 2014 Wahl ……Stadtratswahl!

Als Hochzoller habe ich kein Verständnis mehr für viele weitere Verzögerungen und Eventualitäten.

Eine SPD in Verantwortung wird eine massive Aufstockung der Haushaltsmittel für die Stadtteile vornehmen und Bürger aktiver und direkter in Entscheidungsprozessen einbinden.

Das heißt für Hochzoll:

  • Information der BürgerInnen (nicht einzelner) über den Planungsstand, die Probleme, die Gestaltung und Fertigstellung des neuen Zwölf-Apostel-Platzes, die Erweiterung des Einzelhandels, die Ausformung des zukünftigen großen Cafes und die rasche Beseitigung der Schäden und Neugestaltung dieses wertvollen Platzes.
  • Gespräche mit den Anrainern in Hochzoll-Mitte, Lösungssuche für Härtefälle, Fertigstellung des Bebauungsplanes und mit dem Grundeigner eine rasche Realisierung der Baumaßnahme.
  • Planung des städt. Zentralplatzes im direkten Umfeld an der Post mit den Bürgern Hochzolls.
  • Sanierung der Alten Schule mit Nutzungsentscheidungen 2014.
  • Schaffung weiterer Sitzgelegenheiten im gesamten Hochzoll,
  • und … endlich ein öffentliches WC im Bahnhofsumfeld.

 

Ihr Stefan Quarg