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Donnerstag, 07.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

V-Partei³ kritisiert: Tierschutz bleibt außen vor – Olympia-Beauftragter bekommt Geld

In der konstituierenden Sitzung des Augsburger Stadtrats wurden mehrere bezahlte Beauf­tragten­funktionen beschlossen – ein Antrag der V-Partei³ auf einen eigenen Tier­schutz­beauf­tragten wurde jedoch mit den Stimmen von CSU, SPD, Grünen, Freien Wählern, Volt, ÖDP, FDP und GenAUX abgelehnt.

Von Bruno Stubenrauch

30.000 bis 60.000 Katzen leben in Augsburg (Foto: DAZ)

Die V-Partei³ kritisiert die Entscheidung als kurz­sichtig und wider­sprüch­lich, zumal das Thema Tierschutz in Augsburg auf viel­fältige Weise relevant sei. Sie verweist auf die hohe Zahl von Tieren in der Stadt: über 10.000 Hunde, geschätzt 30.000 bis 60.000 Katzen, bis zu 10.000 Stadttauben, etwa 100 bis 150 Biber sowie streng geschützte Arten wie den Laubfrosch. Das Tierheim Augsburg kümmere sich jährlich um rund 1.800 Tiere. „Tierschutz ist kein Randthema, sondern ein dauer­hafter kommu­naler Aufgaben­bereich“, so die Partei.

Zudem kritisiert die V-Partei³ die finan­ziellen Auf­wendungen für die neuen Beauf­tragten – geschätzt 200.000 bis 300.000 Euro über die Legis­latur­periode – als in Zeiten ange­spannter Haushalts­lage nicht angemessen. Besonders unver­ständ­lich sei die Ein­rich­tung einer Beauf­tragung für das Thema Olympia, da eine deutsche Bewerbung noch völlig offen und eine Augsburger Beteili­gung daran höchst ungewiss sei.

Stadtrat Roland Wegner (V-Partei³) erklärte, er werde sich weiterhin ehren­amtlich für den Tierschutz einsetzen – ohne zusätz­liche Vergütung.