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Dienstag, 03.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Theater: Großes Haus saniert Bestuhlung

Nach einer einstündigen (!) Debatte genehmigte der “Werkausschuss für das Theater Augsburg” in seiner gestrigen Sitzung die Instandsetzung der gesamten Bestuhlung des Großen Hauses. Geschätzte Kosten: 230.000 Euro.

Ob die Theaterbestuhlung nun 30 oder 40 Jahre alt sei, konnte, so der kaufmännische Direktor des Stadttheaters Steffen Rohr, nicht mehr ermittelt werden. „Der Verschleißgrad hat eine nicht mehr vertretbare Höhe angenommen“, wie es in dem Beschlussvorschlags der Verwaltung heißt. Die Polsterung des gesamten Bestandes sei vollkommen verbraucht und könne partiell nicht repariert werden. Mechanische Defekte seien nicht oder nur unzufriedenstellend zu beheben. „Es häufen sich die berechtigten Beschwerden von Zuschauern, insbesondere von Abonnenten.“ Eine Fachfirma hat Kosten von 230.000 Euro errechnet. Das Theater generiert diese Summe aus den zugewiesenen Mitteln für die Unterhaltskosten, weshalb der Haushalt der Stadt damit nicht unmittelbar belastet werden müsse, wie nach langem Hin und Her von Kulturreferent Grab festgestellt wurde.

“Ich verstehe die Diskussion nicht”

Das Vorhaben kam nur deshalb in den Kulturausschuss, weil das Theater Ausgaben über 50.000 Euro vom Werkausschuss genehmigen lassen muss. Nach einer einstündigen kulturpolitischen Diskussion ums „große Ganze“ (Andreas Jäckel, CSU) brachte Theo Gandenheimer (CSU) die Angelegenheit auf den Punkt: „Ich verstehe diese Diskussion nicht. Der Beschlussvorschlag ist doch klar!“ Gegen die Stimmen der Opposition stimmte der Werkausschuss der Sanierung der Theaterbestuhlung zu.