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Dienstag, 03.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Stadt trauert um den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker

Als großen Staatsmann und herausragenden Augsburger Friedenspreisträger würdigt Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl den am Samstag verstorbenen ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.

„1994 erhielt er den Augsburger Friedenspreis als außergewöhnliche Persönlichkeit, die stets um Toleranz warb und Brücken baute. Als Christ in öffentlicher Verantwortung bemühte er sich vor allem darum, Brücken zu schlagen und Frieden zu stiften zwischen Konfessionen, Religionen, Gruppen und Nationen.“ – Für OB Dr. Gribl steht von Weizsäcker in einer Reihe mit den Augsburger Friedenspreisträgern wie dem früheren Sowjet-Staatschef Michail Gorbatschow und dem schon verstorbenen Leipziger Pfarrer Christian Führer. Sie alle hätten zum hohen Ansehen dieser  Auszeichnung beigetragen. Als Richard von Weizsäcker am 16. Oktober 1994 im Goldenen Saal des Rathauses den Friedenspreis verliehen bekam, würdigte ihn sein Laudator Bischof Dr. Karl Lehmann, der damalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, unter anderem mit folgenden Sätzen: „Immer wieder hat der Bundespräsident auf die großen gesellschaftlichen Aufgaben hingewiesen: Niemand soll in unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden; wir müssen gemeinsam den Angriffen auf Zugewanderte und Flüchtlinge entgegentreten; wir müssen Anreize schaffen, um die Passivität und das Desinteresse an den Aufgaben unseres Gemeinwesens zu überwinden und die Schöpfung für kommende Generationen zu bewahren.“