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Donnerstag, 29.09.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Rettungshubschrauber: CSU und FDP erwarten Klartext von Seehofer

Nach den Gerüchten der letzten Tage, das Innenministerium habe sich bereits für eine Stationierung des zusätzlichen Rettungshubschraubers in Donauwörth entschieden, machen Dr. Christian Ruck (CSU), Markus Ferber (CSU) und Miriam Gruß (FDP) Druck für das Augsburger Klinikum als Hubschrauber-Standort.

Die beiden Vorsitzenden der CSU-Verbände Augsburg und Schwaben stellten in einem Schreiben vom 20. Mai gegenüber Seehofer klar, eine Stationierung des Hubschraubers am Standort Donauwörth aus fachlicher und struktureller Sicht nicht akzeptieren zu können. Ruck und Ferber wörtlich: „Du hattest die Stationierung eines Rettungshubschraubers in Augsburg zur Chefsache erklärt. Deshalb bitten wir Dich um ein klares Wort an Dein Innenressort für den Standort Augsburg.“

Auch die Augsburger FDP-Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß erinnert den Ministerpräsidenten an seine Versprechen. Jetzt müsse er seinen Worten Taten folgen lassen. Das Klinikum Augsburg solle das medizinische Personal für den Hubschrauber zur Verfügung stellen. „Wie das funktionieren soll, wenn der Hubschrauber in Donauwörth stationiert ist, ist vollkommen unklar“, so Gruß gestern. Die Wetterbedingungen seien im Raum Donauwörth nachweislich deutlich schlechter als in Augsburg, was Starts und Landungen erschwere. Miriam Gruß, die ebenfalls den Ministerpräsidenten kontaktiert hat: „Ich hoffe sehr, dass die Entscheidung pro Donauwörth noch nicht endgültig ist und dass letztlich die Vernunft siegt.“

» Brief Ruck/Ferber vom 20.05.2010 an Seehofer (pdf 75 kB)