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Freitag, 26.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

„Private Gründe dieser Art“

Kulturreferent Peter Grab zur Kündigung von Richard Goerlich



Peter Grab weiß mehr. Diesen Eindruck muss gewinnen, wer den gestern veröffentlichten Podcast des Kulturreferenten hört, in dem Grab öffentlich zur unerwarteten und immer noch Wellen schlagenden Kündigung des städtischen Popkultur-Beauftragten Richard Goerlich Stellung nimmt. Der Grundtenor von Grabs Kurz-Ausführungen: Schade, dass Goerlich geht, es wird aber weitergehen und Augsburgs Jugend wird „auf jeden Fall weiterhin auf eine Förderung und Stärkung der Pop- und Jugendkultur setzen können.“ Er habe schon „klare, konkrete Vorstellungen“ für die Zukunft, sagt Grab, müsse diese aber erst mit seinen „politischen Weggefährten“, sprich den Parteigenossen von Pro Augsburg besprechen. Überraschend an Grabs Kommentar ist allerdings, dass er Goerlichs Gründe kennt oder sie zu kennen vorgibt: Er könne es natürlich verstehen, „wenn jemand private Beweggründe dieser Art hat.“ Goerlich selbst hatte bisher – nicht nur den Medien und nicht nur der DAZ gegenüber – eisern über diese Gründe geschwiegen. Gesprochen wurde allenfalls über „neue berufliche Herausforderungen“, die Goerlich angeblich anstrebe. Peter Grab weiß offensichtlich mehr.