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Samstag, 13.08.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Politischer Stil, der die Verdrossenheit schürt!

Oder: CSU rüstet gegen FDP auf und dies kurz vor der Bundestagswahl

Der RegioSchienentakt, bereits seit den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Idee formuliert, dann Anfang der neunziger Jahre immer wieder thematisiert und gefordert, wurde unter der CSU in Zeiten ihrer absoluten Mehrheiten nicht realisiert. Die CSU hatte über 15 Jahre Zeit dazu und jetzt kommt der Aufschrei aus den Reihen der CSU? Der CSU Oberbürgermeister geht auf die Barrikaden? Die CSU Landräte zeigen sich empört? Und Herr Kränzle, seit ewigen Zeiten Landtagsabgeordneter der CSU, ruft beim Herrn Ministerpräsident um Hilfe? Jetzt kurz vor der Bundestagswahl? Seehofer hat die Losung ausgegeben, wir, die CSU, wollen wieder zur uneingeschränkten Macht zurück in Bayern. Der WählerInnenunfall der Landtagswahl 2008 darf sich nicht wiederholen. Die FDP muss wieder aus der Regierung verschwinden!

Und der Wirtschaftsminister/Verkehrsminister Martin Zeil FDP argumentiert bezüglich des dritten Gleises in einer Art, wie es von der hiesigen Bevölkerung nicht hingenommen werden kann! Augsburg wird systematisch und konsequent zum Vorort von München oder Ingolstadt degradiert. Die Region wird ohne Vertaktung der Regiozüge vom Schienenverkehr abgehängt. Die schwäbische Buslobby arbeitet weiterhin erfolgreich gegen die Brechung der Regionalbusse.

Das alles mürbt und macht verdrossen. Am 27. September ist Bundestagswahl. Keiner der Bundestagsabgeordneten, weder rot, grün, schwarz noch gelb hat für den wirtschaftlichen Überlebensnerv Schienennah- und Fernverkehr Augsburg und Region nachhaltig gekämpft.

Das macht politisch verdrossen!

Augsburg, 17.August 2009

Rose-Marie Kranzfelder-Poth