Philipp Röth im Grafischen Kabinett: Landschaften zwischen Romantik und Moderne
Ab 25. September 2026 sind im Grafischen Kabinett der Kunstsammlungen Augsburg rund 50 Zeichnungen und Gemälde des Malers Philipp Röth (1841–1921) zu sehen. Die Ausstellung ist bis 14. Februar 2027 geöffnet – der Eintritt ist frei.
Von Bruno Stubenrauch

Philipp Röth, Landschaft. (Bild: Andreas Brücklmair/KMA)
Weite Felder, dramatische Wolkenhimmel, vereinzelte Menschen in stiller Natur – die Gemälde von Philipp Röth haben eine besondere Stille. Der in Darmstadt geborene Maler studierte zunächst an der Karlsruher Akademie, wirkte dann in Düsseldorf und fand schließlich in München seine künstlerische Heimat. Vor allem im Dachauer Moos schuf er stimmungsvolle Landschaften, belebt durch Rinder- und Schafherden, Häuser und vereinzelte Menschen.
Röth gilt als bedeutender Vertreter der „Paysage intime“ – jener Strömung, die die Schule von Barbizon in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich entwickelte. Seine Werke markieren den Übergang von romantischer Idealisierung hin zur genauen, jahreszeitlichen Naturbeobachtung – eine Brücke zwischen Spätromantik und Impressionismus.
50 Werke aus Augsburger Privatsammlung
Die rund 50 Zeichnungen und Gemälde der Ausstellung stammen im Wesentlichen aus einer Augsburger Privatsammlung und dokumentieren Röths verschiedene Schaffensphasen. Jeden Sonntag um 16 Uhr findet eine kostenlose Turnusführung statt.
Die Eröffnung findet am Donnerstag, 25. September 2026, um 18 Uhr im Rokoko-Festsaal des Schaezlerpalais statt – mit anschließender Besichtigung der Ausstellung im Grafischen Kabinett, Maximilianstraße 48.