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Freitag, 17.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Nur Inningen für Windkraft geeignet

Einstimmig beschloss der Bauausschuss am gestrigen Mittwoch, dem Regionalen Planungsverband Augsburg ein Areal von 93 ha südlich von Inningen als Standort für Windkraftanlagen zu melden. Fünf weitere Flächen schieden aus.



Anlass für die Standortsuche war der so genannte Windenergie-Erlass der Bayerischen Staatsregierung, der im Dezember 2011 unter dem Eindruck der Atomkatastrophe in Fukushima ergangen war und mit dem der Bau von 1.500 Windanlagen in Bayern beschlossen wurde. Als Hilfestellung wurde den bayerischen Gemeinden, die bis Mai 2012 geeignete Standorte für Windanlagen melden müssen, ein Energie-Atlas mit Planungshinweisen und Daten zu Windgeschwindigkeiten zur Verfügung gestellt.

Sechs Standorte hat die Verwaltung daraufhin geprüft und das Ergebnis in einem Windkonzept dargestellt, das gestern dem Bauausschuss präsentiert wurde. Fünf der Standorte, die alle mindestens 10 ha groß und 1000 Meter von Wohngebieten entfernt sein mussten, schieden demnach aus: Entweder lag dort die mittlere Windgeschwindigkeit in 140 Meter Höhe mit 4,5 m/s im unwirtschaftlichen Bereich oder die Auswirkungen auf Natur und Landschaft waren zu groß. Übrig blieb allein ein Areal südlich von Inningen zwischen Bobinger Straße und B17. Die Stadt wird dieses Areal jetzt dem Regionalen Planungsverband Augsburg melden. Auf dem Areal könnten 3 bis 6 Windanlagen entstehen, mit denen bis zu 6.000 Haushalte mit Strom versorgt werden könnten. Augsburg würde damit das bayerische Ziel von 5 bis 7% Strom aus Windkraft erfüllen.

Foto: Windkraftanlage Gnannenweiler mit Stadtwerkebeteiligung