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Donnerstag, 25.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Mehr Entwicklungstempo für Hochzoll gefordert!



Beate Hohenadl für Pro Augsburg vor Ort

Die Eröffnung der Linie 6 rückt näher. Die neuen Buslinien 31 und 26 sind beschlossen. Neu ist die Linie auf der Zugspitzstraße, die die Endhaltestelle der Linie 1 mit der Friedberger Straße, dem Bahnhof, dem 12 Apostelplatz und dem Kuhsee verbindet. Damit wird die Infrastrukturachse Hochzolls senkrecht zur Friedberger Straße verstärkt.

Wir müssen diesen Infrastrukturimpuls nutzen, um in Hochzoll eine positive Entwicklung anzustoßen. Im Zentrum bei der Post liegt nach wie vor ein großes Grundstück in bester Zentrumslage brach. Das Baureferat ist gefordert, hier zusammen mit den Besitzern erfolgreiche städtebauliche Maßnahmen voranzutreiben. Beispielsweise könnten ein Frischemarkt, Blumen oder Verkehrsnahe Infrastruktur wie Car Sharing Belebung schaffen. Es muss auch ein Lösung für die Post gefunden werden, weil die Deutsche Post AG bereits zum Jahresende alle Filialen der Eigenregie geschlossen haben will.

Der 12 Apostel Platz muss gestärkt werden, damit er nicht zur Nebensache wird sondern ein attraktives Forum für Hochzoll Süd bleibt. Verstärkung des Marketing, Attraktionen wie Hochzoller Christkindlesmarkt, Erhöhung der Aufenthaltsqualität, Werbung für den Bauernmarkt und Verbesserung der Bewirtung: Lokale Anstrengungen der 12-Apostel Initiative und der Aktionsgemeinschaft Hochzoll sind gefragt und können allein durch die „Stadt“ sicher nicht geleistet sondern nur unterstützt werden.

Erfreulich ist die Entwicklung am Peterhof! Aber auf dem Weg längs der Straße Richtung Zugspitzstraße kann man eine durch Tatenlosigkeit hervorgerufene Slumsituation beobachten. Leerstand, gebrochene Glasscheiben, Aufbrüche und Brandspuren sind an den Gebäuden zu beobachten! Verwahrlosungen auf Grundstücken der Stadt, die das Zentrum von Hochzoll in seiner Entwicklung gefährden.

Eine vorhandene städtebauliche Überplanung liegt vor. Es muss nun zur Umsetzung kommen, die Stadt kann den Hochzollern den Zustand nicht zumuten. Die Linie 6 ist ein infrastruktureller Kraftakt und muss genutzt werden! Das Bau- und Wirtschaftsreferat und die Stadtführung ist gefordert, Hochzoll zu einem blühenden Stadtteil mit Zentrum zu machen. Insbesondere muss daür gesorgt werden, dass durch die Beruhigung der Friedberger Straße nun ein Boulevard Umgang zwischen Peterhof und Lechbrücke entsteht, der die Bewohner von Hochzoll ihr Zentrum akzeptieren lässt.

Eine Forderung muss von allen in Hochzoll Verantwortung tragenden immer wiederholt werden: B2 und B300 müssen heraus aus dem Zentrum von Hochzoll. Diese Forderung der Planungswerkstatt ist klug und unverzichtbar. Auch Zwischenschritte auf diesem Weg sind willkommen wie z.B. eine Umfahrungshinweis für die B300 bei der Autobahnanschluss Dasing via A8 und B17 oder ein Umfahrungsweis am Schwabhof für die B2 via AIC 25, A8. Pro Augsburg wird diese Forderung auch an den Bürgermeister von Friedberg und den Landrat von Aichach-Friedberg herantragen und nicht nachlassen.

Nachdem sich die Politik und die Bürger klar für die Sperrung des Zentrums für den Schwerlastverkehr ausgesprochen haben, ist nun die Verwaltung am Zug. Auch sie muss glaubwürdig bleiben und die Lösungswege nun umsetzen.

Gez.

Beate Hohenadl, Dr. Werner Lorbeer