Massiver Borkenkäferbefall im Wertachauwald: Fällungen und Sperrungen
Aufgrund eines massiven Befalls von Fichten durch Borkenkäfer im Wertachauwald müssen zahlreiche geschädigte oder abgestorbene Bäume umgehend gefällt und zeitnah entfernt werden. Begünstigt ist der Befall durch die Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen.
Von Bruno Stubenrauch

Fächerförmige Fraßspuren des Borkenkäfers (Bild: Monica Smekal / Gemini)
Mit den Maßnahmen soll eine weitere Ausbreitung der Käfer, insbesondere des Buchdruckers, eingedämmt und das Ausschwärmen der nächsten Käfergeneration verhindert werden.
Sperrungen von Waldwegen – Lebensgefahr
Die Maßnahmen erfolgen abschnittsweise und werden auf das notwendige Maß beschränkt. Es kann zu vorübergehenden Sperrungen von Waldwegen kommen. Die gesperrten Bereiche dürfen aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.
Waldbesucher werden dringend gebeten, die Sperrungen unbedingt zu beachten und den Anweisungen des Forstpersonals Folge zu leisten. Durch Fällarbeiten, herabfallende Äste sowie unter Spannung stehende Bäume besteht akute Lebensgefahr.
Wiederaufforstung für Artenvielfalt und Klimaanpassung
Nach Abschluss der Fäll- und Aufarbeitungsarbeiten ist eine zeitnahe Wiederaufforstung der betroffenen Flächen vorgesehen. Dabei wird auf einen standortgerechten und möglichst klimastabilen Mischwald gesetzt. Durch eine vielfältige Baumartenzusammensetzung soll der Wald langfristig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels, insbesondere zunehmender Hitze und Trockenheit sowie künftigem Schädlingsbefall, werden. Ziel ist es, die geschädigten Waldbereiche nachhaltig zu entwickeln und die wichtigen Funktionen des Wertachauwaldes für Natur, Klima und Landschaft auch künftig zu erhalten.