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Freitag, 03.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Kommt der „Augsburger“?

Innenstadtgewerbebeirat erfolgreich gegründet und mit ersten Vorschlägen aktiv: Der „Augsburger“ – eine Mobilitäts-Münze im Wert von 50 Cent – könnte kommen.

Der Karlsruher

Der Karlsruher


In einer Sitzung des neu gegründeten Innenstadtgewerbebeirats wurden Ulrich Mayer und Hannes Althammer zum 1. und 2. Vorsitzenden gewählt. Gleich die erste Sitzung, die von der designierten Wirtschaftsreferentin eröffnet wurde, zeigte den Tenor, unter dem sich die Runde zusammenfand: Konstruktive Zusammenarbeit zur Stärkung der City mit konkreten Maßnahmen. Der Streit um den Bürgerentscheid war von allen Beteiligten ad acta gelegt.

Auf der Tagesordnung stand ein Bericht des Geschäftsführers Sascha M. Binoth der City Initiative Karlsruhe, der die Einführung einer Mobilitäts-Münze, ihre Akzeptanz und ihre Wirkung auf die Innenstadt Karlsruhes darstellte.

Die Münze – nicht Karte! – erwies sich als vom Kunden gern akzeptiertes zusätzliches Zahlungsmittel. Der „Karlsruher“ hat einen Wert von 50 Cent und ist gut für „Freie Fahrt mit Bus und Bahn“ und „Gratis Parken“. „Günstiger Tanken“ und „Autowäsche“ kamen auf Wunsch der Kunden dazu. Innovativ wird er jetzt auch eingesetzt für die Nutzung des Fahrrads in der Stadt.



1,4 Tonnen Metallmünzen sind im Einsatz und Münznachschub liegt ständig in der Geschäftsstelle bereit. Die Münzen wurden von Spezialbetrieben unter Anweisungen der Staatlichen Münze Karlsruhe hergestellt. Das Metall wäre also eine schöne reichsstädtische Variante zu den bisher gefloppten Kartensystemen und im Vorfeld zu dem vermutlich kommenden Handy-Buchungs- und -Abrechnungsverfahren.

Die intensive Hinterfragung des Projekts durch alle Teilnehmer des Innenstadtbeirats überzeugte fast von der Sinnhaftigkeit und Machbarkeit. Der Innenstadtbeirat regte einstimmig an, den Vorschlag Einführung eines „Augsburgers“ zur Unterstützung des City-Marketing zu erwägen. Wirtschaftsreferentin und CIA sind in der Pflicht.

Die sowieso schon laufenden Verhandlungen zwischen Wirtschaftsreferat, Parkhausbetreibern, Einzelhandel und freien Berufen gewinnen durch diese Idee an Fahrt. Möglich scheint nun mindestens eine Parkinitiative zur Stärkung der Innenstadt. Das Ziel muss sein, im Umland verlorene Kunden wieder zu gewinnen und an die Kernstadt als Einkaufs- und Erlebnisstadt zu binden.

Pro Augsburg fühlt sich bestätigt. Im Zuge des Konzepts „Augsburg immer offen“ haben wir bereits Tipps zum preiswerten Parken in Augsburg zusammengestellt. Ferner ließen wir eine Parkkarte für Augsburgs Parkhäuser und P&R Plätze entwickeln. Die Information steht unter www.innenstadt-augsburg.de zum Abruf bereit.

Dr. Werner Lorbeer

Der Innenstadtgewerbebeirat – von links nach rechts: 1. Vorsitzender Ulrich Mayer, Ingrid Weber (Parkgarage Annahof), Wirtschaftsreferentin Eva Weber und Mitarbeiter Josef Bayerle (Wirtschaftsförderung), Heinz Stinglwagner (CIA-Geschäftsführer), Oliver Ganteför (Ratskeller) und 2. Vorsitzender Hannes Althammer (Altstadtverein)