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Freitag, 19.08.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Impfzentrum zieht um und erweitert Kapazitäten

Das Augsburger Impfzentrum zieht in der ersten Januarhälfte um

impfen

Foto: DAZ-Archiv

Eingeplant sind dafür Sonntag, 9. und Montag, 10. Januar 2022. Wenn alles reibungslos verläuft und vor allem die Informationstechnik wieder steht, nimmt das Impfzentrum Augsburg am Dienstag, 11. Januar 2022, seinen regulären Betrieb wieder auf. Der städtische Mietvertrag für das Impfzentrum, das in einem Bürogebäude auf dem ehemaligen Fujitsu-Gelände an der Bgm.- Ulrich-Straße untergebracht ist, läuft zum Beginn des kommenden Jahres aus. Das Gebäude hat die Walter Beteiligungen und Immobilien AG als Eigentümerin ab Frühjahr 2022 anderweitig vermietet, der Stadt Augsburg jedoch eine Alternative auf dem Gelände – unweit des bisherigen Standorts – angeboten.

Impfzentrum bis mindestens Ende 2022 gesichert

Künftig ist das Impfzentrum in Halle 34, einer der ehemaligen großen Produktionshallen von Fujitsu, untergebracht. Sie wurde von der Stadt in der Absicht angemietet, das Impfzentrum wesentlich zu vergrößern und zu erweitern. Zur Erinnerung: Ursprünglich sollten die Impfzentren in Bayern nur bis 30. September 2021 betrieben werden. Im Sommer änderten sich jedoch die Pläne der Landesregierung. Diese sahen zunächst eine Fortführung in reduzierter Form bis 30. April 2022 vor. Aufgrund der Pandemie-Entwicklung ist zwischenzeitlich absehbar, dass die Impfzentren wesentlich länger betrieben werden müssen. Vertraglich ist das neue Impfzentrum auf dem Walter Technology Campus jetzt bis mindestens Ende 2022 gesichert.

OB Eva Weber: „Auf hohe Impfnachfrage vorbereitet“

Oberbürgermeisterin Eva Weber nennt Gründe, warum die Stadt mit dem Impfzentrum für einen längeren Zeitraum gerüstet sein möchte. „Möglicherweise kommt es in naher Zukunft zu einer Impfstoffanpassung, was Virus-Varianten betrifft. Auch könnten weitere Auffrischungsimpfungen notwendig werden. Und sollte eine partielle Impfpflicht oder eine Impfpflicht für alle kommen, wären wir ebenfalls gut vorbereitet, weil wir im neuen Impfzentrum mehr Personen auf einmal impfen können.“ Auch müsse die Stadt für ausreichend Impfmöglichkeiten impfwilliger Bürgerinnen und Bürger sorgen. „Das geht aber nicht von heute auf morgen, sondern braucht Planungssicherheit seitens des Landes und Bundes. Wir als Kommune vor Ort wollen jedenfalls für möglichst alle Herausforderungen gewappnet sein, die im Lauf dieser Pandemie noch auf uns zukommen. Sofern Berlin und München die Impfstoffverfügbarkeit sicherstellen, ist Augsburg auf eine hohe Impfnachfrage sehr gut eingestellt“, so OB Eva Weber.

Kaum Änderungen für impfwillige Personen durch Umzug

Für impfwillige Besucherinnen und Besucher ändert sich durch den Umzug wenig. Die Parkplätze bleiben die gleichen, die

Besuchenden werden künftig lediglich zu einem anderen Gebäude gelotst. Auch die bewährten Assistenzkräfte der Bäuerle Ambulanz bleiben erhalten. Bis zum Umzug bleibt das Impfzentrum an alter Stelle in Betrieb.

Mehr Anmeldestellen, mehr Impfkabinen für Kinder

Unterdessen laufen die Umbauten in der ehemaligen Produktionshalle auf Hochtouren. Sie sind mit einer erheblichen Kapazitätserweiterung für das Impfzentrum verbunden. Es wird mehr Anmeldestellen, mehr Impfkabinen und eigens auch mehr Impfkabinen für Kinder geben. Die Besucherlenkung wird einfacher und der Begegnungsverkehr weiter reduziert. Neben der Erweiterung für die Impfungen sind auch für die Labortätigkeiten und das Personal gut ausgebaute Räume vorhanden. Laut dem städtischen Impfkoordinator Bernhard Maurmeir ist es jedoch für die Personalgewinnung nach wie vor eng. „Sobald die Zusage des Freistaates für eine längere Fortführung der Impfzentren kommt, dürfte es auch für den Betreiber einfacher werden, Personal langfristig zu gewinnen“, so Maurmeir.

Impfzahlen laufend gesteigert

Die Stadt Augsburg hat bereits seit Mitte November mit einem erheblichen Kraftaufwand die Impfzahlen von zunächst 450 Impfungen pro Tag auf jetzt rund 2.500 Impfungen täglich gesteigert. „Im landesweiten Vergleich steht Augsburg bereits jetzt sehr gut da“, betont Bernhard Maurmeir und verweist auf den künftigen Standort des Impfzentrums. „Wenn das vorhandene Personal gebündelt wird, können bereits ab Inbetriebnahme noch mehr Impfungen pro Tag vorgenommen werden, als bisher. Damit können wir im Januar, in dieser wichtigen Phase der Pandemie, noch einmal sehr viel mehr Bürgerinnen und Bürgern die Chance auf eine Erst-, Zweit, oder Boosterimpfung geben und damit auch über 3.000 Impfungen am Tag bewältigen“, so Bernhard Maurmeir.